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Tansania

Projektübersicht Tansania

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Renten am Viktoriasee

In Tansania existiert kein flächendeckendes System der Altersversorgung. Armut und die Auswirkungen von HIV/Aids prägen das Leben der meisten der zwei Millionen alten Menschen. Zu viele mussten ihre eigenen kranken Kinder pflegen und begraben oder in die Städte davonziehen lassen. Durch fehlende staatliche Fürsorge sind besonders die Großmütter die letzte Hoffnung für ihre verwaisten oder zurückgelassenen Enkelkinder.

Kwa Wazee (»für die Alten«) lässt 1150 Großmüttern und mittellosen Alleinstehenden in und um Nshamba eine kleine monatliche "Grundrente" von umgerechnet etwa 7 Euro zukommen. Zusätzlich gibt es für jedes der gut 600 mitversorgten Enkelkinder einen Zuschlag von 3,50 Euro. Darüber hinaus fördert das Projekt die Bildung von Gesprächs- und Spargruppen zur gegenseitigen psychosozialen und finanziellen Unterstützung in Notlagen und ermöglicht Trainings zu Gesundheit, Nahrungshygiene und Selbstverteidigung.

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Schutz und Unterstützung in den Flüchtlingscamps Kigomas

In Tansania leben mehr als 250.000 Geflüchtete. Viele von ihnen stammen aus der Demokratischen Republik Kongo oder Burundi und leben nun in Flüchtlingscamps in der Region Kigoma. Die Situation dort ist zurzeit nicht einfach. Die Region ist immer häufiger von Klimakatastrophen betroffen. Hinzu kommt, dass durch die hohe Anzahl der Geflüchteten vorhandene Ressourcen, wie etwa Feuerholz, in größerer Menge benötigt werden. Dadurch kommt es zu Spannungen zwischen den Schutzsuchenden und den lokalen Gemeinden.

Ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen gelten vor Ort ebenso als besonders verwundbar, ebenso wie Kinder und Jugendliche. Sie sind diejenigen, die ganz besonders unter den gesellschaftlichen Spannungen leiden - doch es gibt kaum spezifische Angebote, die ihnen Hilfe bieten. HelpAge setzt genau hier an, fördert den Austausch zwischen Geflüchteten und aufnehmenden Gemeinden, entwickelt Strukturen zur friedlichen Ko-Existenz und sorgt darüber hinaus für inklusive Unterstützung für besonders hilfsbedürftige Menschen - für ein gesundes Miteinander.

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Ernährungssicherheit in ländlichen Regionen

Ruvuma ist eine ländliche Region im Süden Tansanias. Auch diese Region ist wie viele andere Regionen im östlichen Afrika stark vom Klimawandel betroffen. Um die Ernährungssicherheit vor Ort sicherzustellen, organisiert HelpAge vor Ort viele verschiedene Schulungen und Weiterbildungen, die den Menschen vor Ort angepasste Agrarmethoden zeigen. Die Angebote fokussieren sich dabei ganz besonders auf ältere Menschen, insbesondere Frauen, die ihre Familien zu versorgen haben.

In den Schulungen geht es z.B. um Themen wie Gartenanbau, Lebensmittelkonservierung oder auch Pilzzucht. Besonders Letztere eignet sich gut für ältere Menschen, da der Anbau von Pilzen körperlich weniger anstrengend ist als bei anderen Gemüsearten. Dabei arbeiten wir auch mit lokalen Bildungseinrichtungen zusammen, die regional vernetzt sind und den Austausch zwischen verschiedenen Gemeinden in der Region fördern.

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