Vermissen Sie Ihre Spendenbescheinigung?
Zuwendungen bis 300 Euro jährlich können Sie ganz einfach per Kontoauszug steuerlich geltend machen.
Mehr erfahren
Skip to content
banner_v1.jpg

Vier Jahre Krieg in der Ukraine

24.02.2026

Seit vier Jahren tobt ein grausamer Krieg mitten in Europa. Gemeinsam mit Ihnen unterstützt HelpAge ältere Ukrainer*innen und schenkt Betroffenen neue Hoffnung und ein wenig Normalität.

Banner: © Alberto Lores

rs7369_220413d007helpage_stefan-trappe.jpg

Vier Jahre Leid

Am 24. Februar 2026 jährt sich der Beginn des Krieges in der Ukraine. Seit vier Jahren überzieht Russland die Ukraine mit Tod und Terror – ein Ende des Krieges oder zumindest ein Waffenstillstand sind nicht in Sicht. Das Leid der ukrainischen Zivilbevölkerung ist unermesslich: Seit Februar 2022 sind laut UN mindestens 15.000 Zivilist*innen getötet worden, tausende weitere Menschen wurden verletzt. Gezielte Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine und auf Wohnhäuser sorgen für Ausfälle bei der Strom- und Wärmeversorgung, sodass hunderttausende Ukrainer*innen im Winter bei zweistelligen Minusgraden ohne Heizung ausharren müssen.

Der Krieg hat eine der größten innereuropäischen Fluchtbewegungen seit dem zweiten Weltkrieg ausgelöst: Laut den Vereinten Nationen haben rund 6 Millionen Ukrainer*innen das Land verlassen, um Zuflucht in anderen Ländern zu finden. Weitere 3,7 Millionen Menschen sind innerhalb der Ukraine auf der Flucht. Insgesamt schätzen die Vereinten Nationen, dass über 10 Millionen Ukrainer*innen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

Foto: © Stefan Trappe/ HelpAge International

Ältere Menschen leiden besonders unter den Folgen des Krieges: Gut jede*r vierte Ukrainer*in ist älter als 60 Jahre alt. Viele dieser Menschen sind nicht vor den Kampfhandlungen geflohen, entweder weil sie etwa die Strapazen der Flucht aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht bewältigen können oder sie ihre Häuser und Gemeinschaften nicht verlassen wollen, die sie seit Jahrzehnten ihr Zuhause nennen. Aufgrund der Altersstruktur der Ukraine spricht man von dem Konflikt auch als „die älteste humanitäre Krise der Welt“.

rs10624_us-appeal_fitness-(1)(2).jpg

Vier Jahre Hilfe

Seit nun vier Jahren prägen also Vertreibung, Verlust und Angst den Alltag von Millionen von Ukrainerinnen und Ukrainern. Und seit vier Jahren leisten Sie gemeinsam mit uns unermüdlich Hilfe – mit warmer Kleidung, Medikamenten, Hygienartikeln, Bargeldhilfen und psychosozialer Unterstützung. In den vergangenen Jahren erhielten allein in den acht HelpAge-Schutzzentren und bei regelmäßigen Hausbesuchen über 25.000 älteren Menschen bedarfsgerechte und wirkungsvolle Hilfe. Besonders in den Schutzzentren von HelpAge finden ältere Menschen dank kultureller, handwerklicher oder sportlicher Angebote Gemeinschaft, Zerstreuung und ein wenig Normalität inmitten des Unfassbaren. So konnten wir gemeinsam den Alltag älterer Ukrainer*innen im Krieg ganz konkret erleichtert und Hoffnung sowie neue Perspektiven schenken.

Unsere Arbeit wäre ohne Sie nicht möglich: Ihre Spende macht den entscheidenden Unterschied. Sie hilft heute und gibt Hoffnung für morgen. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung!

Foto: © HelpAge International

wolodymyr_klein.jpg

“Mein Leben ist nicht mehr so wie vor dem Krieg. …“

„… Aber es hat dank HelpAge wieder einen Sinn bekommen“, berichtet uns Wolodymyr. Der 77-jährige und seine Frau flohen nach Ausbruch des Krieges aus ihrer umkämpften Heimatstadt Sjewjerodonezk. Heute leben sie in einer Gemeinschaftsunterkunft in einer kleinen Stadt an der Grenze zur Slowakei, wo wir die beiden bei einem Hausbesuch kennengelernt haben.

Vor dem Krieg bewohnte das Ehepaar eine eigene Wohnung in Sjewjerodonezk, umgeben von Familie und Freunden. Als die Kämpfe ihre Heimatstadt erreichten, ließen sie alles zurück und stiegen in einen Evakuierungszug. In einer kleinen Grenzstadt im Westen der Ukraine fand das Paar in einer Gemeinschaftsunterkunft Zuflucht, wo es bis heute lebt.

Foto: © HelpAge International

Die Flucht hatte schwere Folgen: Kurz nach ihrer Ankunft im Westen der Ukraine erlitt Wolodymyr einen Herzinfarkt. „Danach blieb nur Leere“, sagt er heute. Eine tiefe Depression verschlechterte seinen Gesundheitszustand weiter. Seine Hände und Beine wurden immer schwächer, während seine Frau fast ihr Augenlicht verlor. „Heute ist sie meine körperliche Stütze – und ich bin ihre Augen“, sagt Wolodymyr.

Der Alltag der beiden ist von finanziellen Sorgen geprägt. Wolodymyr ist auf Medikamente und regelmäßige Krankenhausaufenthalte angewiesen, doch seine kleine Rente reicht oft nicht für Lebensmittel und Medizin. „Oft fehlt das Geld für das Nötigste“, berichtet er.

Als HelpAge in sein Leben trat, kam die Wende. „Zum ersten Mal seit langer Zeit hörte mir einfach jemand zu – ohne Mitleid, ohne Druck. Sie boten uns Hilfe an.“ Wolodymyr erhielt psychosoziale Unterstützung, physiotherapeutische Begleitung, Bargeldhilfe sowie dringend benötigte Hilfsmittel wie einen Rollator und ein Blutdruckmessgerät.

Heute blickt Wolodymyr wieder hoffnungsvoll in die Zukunft. Und er möchte etwas von der Hilfe, die er und seine Frau erhalten haben, zurückgeben: Deshalb unterstützt er neu ankommenden Geflüchteten in der Unterkunft mit Rat und Erfahrung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Wolodymyrs Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie entscheidend gezielte Hilfe für ältere Menschen in Krisensituationen ist – und wie vielfältig sie sein muss: Neben praktischer und konkreter Hilfe wie Medikamenten oder Bargeld sind es oftmals kleine Gesten, etwa für jemanden da zu sein und zu zuhören, die große Wirkung im Leben anderer entfalten. Dank Ihrer Spende erhalten ältere Menschen wie Wolodymyr das zurück, was der Krieg und die Flucht ihnen genommen haben: Hoffnung und Lebensmut. Danke, dass Sie an der Seite älterer Ukrainer*innen stehen und helfen!

Ansprechpersonen

Foto vom geschäftsführenden Vorstand

Geschäftsführender Vorstand HelpAge Deutschland e.V.

Nadine Fels & Dr. Tom Kafczyk