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Starkes Erdbeben in Marokko

Am späten Freitag, dem 8. September, wurde Marokko von einem schweren Erdbeben der Stärke 6,8 erschüttert. Ältere Menschen sind besonders betroffen, insbesondere in den schwer zugänglichen Regionen.

Starkes Erdbeben in Marokko - ältere Menschen besonders betroffen

Am späten Freitag, dem 8. September, wurde Marokko von einem schweren Erdbeben der Stärke 6,8 erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag im Atlas-Gebirge etwa 70 Kilometer südwestlich von Marrakesch entfernt. Mehr als 2.000 Menschen kamen um's Leben, Millionen von Überlebenden stehen vor erheblichen Herausforderungen. Besonders besorgniserregend ist die Auswirkung auf die ältere Bevölkerung in ländlichen Regionen, insbesondere in den schwer zugänglichen Regionen.

"Die Reaktion auf diese schreckliche Notlage in Marokko muss die Bedürfnisse älterer Menschen einbeziehen und ihr Engagement und ihre Beteiligung an der Information der geleisteten Hilfe fördern."

Chris McIvor, Regionalvertreter Eurasien und Naher Osten von HelpAge International.

Titelbild: Shutterstock

Mehrere Herausforderungen bedrohen das Wohlergehen älterer Erdbebenüberlebender

Nach dem Erdbeben sind ältere Menschen einem erheblich höheren Risiko ausgesetzt. Sie sind besonders empfindlich gegenüber Schocks und Traumata und benötigen oft längere Erholungszeiten, besonders bei Verletzungen, bei denen dringend medizinische Unterstützung erforderlich ist.

Die Herausforderungen werden noch schwerer, wenn ältere Menschen gezwungen sind, unter anspruchsvollen Bedingungen im Freien zu schlafen. Oft stehen ältere Menschen vor einem Problem, wenn es darum geht, Zugang zu den bereitgestellten Hilfsmaßnahmen zu erhalten. Außerdem fällt es ihnen schwerer, lebensnotwendige Güter wie ihre regelmäßig benötigten Medikamente für chronische Erkrankungen zu beschaffen, da die Versorgung unregelmäßig oder unterbrochen ist.

In Anbetracht der erwarteten Nachbeben und einer zunehmenden Anzahl von Todesopfern besteht ein erhebliches Risiko, dass weitere Schäden eintreten werden, die die Bedürfnisse der am stärksten gefährdeten Menschen weiter verschärfen. HelpAge International führt zurzeit ein Rapid Needs Assesment durch, um die genauen Hilfsbedarfe der älteren Menschen vor Ort aufzudecken und somit zielgenaue Hilfe organisieren zu können.

"Da bis zu einer halben Million Menschen über 60 Jahre in dem betroffenen Gebiet leben, konzentrieren wir uns darauf, was wir tun können, um Gemeinden zu erreichen, die Unterstützung benötigen. Wir beobachten die Situation und wenden uns an die lokalen Behörden, um zu beurteilen, wie die spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen, die vom Erdbeben betroffen sind, berücksichtigt werden können", erklärt Chris McIvor.

Ihre Ansprechperson

Nadine Fels

Bereichsleiterin Werbung & Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising