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Einkommen und Renten
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Einkommen & Renten

In Nepal arbeiten noch 22% der über-80-jährigen, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. In Thailand und Vietnam sind es über 15%. Vom Staat erhalten sie entweder keine oder nur eine kleine Rente, die nicht zur Eigenversorgung reicht. Finanzielle Unterstützung von den Familien können die Älteren auch nicht erwarten, da die Kinder und sonstige Angehörige häufig selbst nicht das eigene Existenzminimum erwirtschaften.
In den Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen erhält nur jeder vierte ältere Mensch eine Rente, obwohl diese eines der wirksamsten Instrumente ist, um Altersarmut zu verringern.
Wir betrachten soziale Renten als einen wichtigen Ansatz für den Ausbau der Rentensysteme, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, in denen ein hohes Maß an Armut und informeller Beschäftigung herrscht.
HelpAge International unterhält zu diesem Thema unter anderem eine Datenbank für soziale Renten, die Informationen zu Systemen in über 110 Ländern enthält.

Das Thema im Überblick

Herausforderungen bei Einkommen & Renten:

Weltweit haben 100 Millionen ältere  Menschen weniger als 1 Euro am Tag zum Überleben. 80 Prozent der Älteren haben kein regelmäßiges Einkommen oder eine andere Form der Absicherung. Die traditioneller Familienverhältnisse, in denen mehrere Generationen zusammenwohnen, gilt nicht mehr uneingeschränkt.  Staatliche Unterstützung durch soziale Sicherungssysteme sind in den meisten Staaten des Globalen Südens eher die Ausnahme, als der Regelfall.
Als Folge von Arbeitsmigration fallen zudem ebenso weitere familiär geprägte Strukturen des sozialen und finanziellen Rückhalts weg, wie mit dem Tod ihrer an HIV/AIDS erkrankten Kinder. Nicht selten übernehmen dann die Großeltern die Betreuung der verwaisten Enkelkinder. Diese Herausforderungen einer nachhaltige Familien- und Sozialpolitik spielen in den meisten Ländern Afrikas keine große Rolle, da Industrie- und Wirtschaftsförderungspolitik dort Vorrang haben. In der von den afrikanischen Ländern verabschiedeten Agenda 2063 wurde immerhin ein strategisches Konzept zur sozioökonomischen Transformation des Afrikanischen Kontinents in den kommenden 50 Jahren entwickelt
Nach Krisen- oder Katastrophenfällen setzen die betroffenen Staaten häufig sog. Livelihood-Programme (Programme zur Existenzsicherung) auf. Jedoch finden die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Älteren oftmals kaum oder keine Berücksichtigung. Folglich erreicht sie die Hilfe in den meisten Fällen nicht. Von Altersarmut sind daher insbesondere Frauen betroffen, obwohl sie durch ihre zumeist ehrenamtliche oder unbezahlte Arbeit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind (siehe hierzu auch unsere die Broschüre: Who cares).

Link:      Who cares
             Agenda 2063
             Grundrente in Tansania




Unser Ansatz:

HelpAge unterstützt Projekte, die die Grundversorgung besonders armer und gefährdeter alter Menschen sichern helfen. Sie erhalten Unterstützung in Form von Einkommen-generierenden Projekten bis hin zu regelmäßigen Rentenzahlungen sowie einer extra Kindergeldzulage, sollten sie für ihre Enkel sorgen.
Die positive und v.a. langfristige Wirkungskette solcher Maßnahmen ist offensichtlich. Durch die Grundrente können sich die alten Menschen intensiver um die Enkel kümmern und die Familie ist besser und ausgewogener ernährt. Die Kinder müssen nicht betteln oder arbeiten, sondern können die Schule besuchen. Durch Bildung erhalten sie die Chance auf weitere Ausbildung und haben eine berufliche Perspektive, was indirekt auch Fluchtursachen bekämpft.
Unsere Projekte zeigen, dass die Älteren besser auf Notsituationen vorbereitet sind, da sie sich in Selbsthilfegruppen organisieren und in „Spar-Vereinen“ einen sog. Unterstützungsfonds aufbauen, in die jeder einen kleinen Teil der Rente einzahlt. Aus diesem Fonds kann zum Beispiel nach Missernten Saatgut gekauft werden oder im Falle der Krankheit eines Gruppenmitglieds dessen Behandlung bezahlt werden.
Das HelpAge-Pilotprojekt in Sansibar zu diesem Thema war neben weiteren staatlichen Begleitmaßnahmen ein Beitrag zur Einführung universaler Renten, das letztlich zur Einführung einer flächendeckenden Rente in Tansania führte.
Ähnliche Feldversuche wurden erfolgreich in Kenia und Malawi umgesetzt. Weitere Länder wie Sambia bereiten die Einführung einer universellen Rente für ihre älteren Mitbürger vor.
 

Link:      http://www.pension-watch.net/
             Family and social protection in Asia
             Renten für Tansania
             http://www.hsnp.or.ke/
             Einführung in tansanisches Rentensystem
             Renten und CASH Transfer in Kenia
             Machbarkeitsstudie Malawi
             Einführung Rentensystem Malawi
               

Projekte zum Thema: Einkommen & Renten

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