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Afrika

Auch Afrika altert.

Häufig wird Afrika als der Kontinent der jungen Menschen bezeichnet. Doch auch die ältere Bevölkerung in den Ländern Afrikas wächst rasant. Die Zahl der Menschen, die 60 Jahre oder älter sind, wird bis 2030 voraussichtlich von 64 Millionen auf 105 Millionen steigen. Auf die sozioökonomischen Folgen dieser gesellschaftlichen Alterung sind die meisten Länder Afrikas jedoch kaum vorbereitet. Bewaffnete Konflikte und klimabedingte Katastrophen wie Dürren und Überschwemmungen sorgen schon heute für dramatische Versorgungskrisen und zwingen immer mehr Menschen zur Flucht. Besonders die ältere Bevölkerung leidet unter den zunehmenden Herausforderungen.

Unsere Projektländer in Afrika

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Äthiopien

Mit über 120 Millionen Einwohner*innen ist Äthiopien ist eines der bevölkerungsreichsten Länder Afrikas. Das Land am Horn von Afrika blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist reich an kultureller und ethnischer Vielfalt. Trotz wirtschaftlicher Fortschritte ist die Mehrheit der Bevölkerung von der Landwirtschaft abhängig – einer Lebensgrundlage, die durch Dürre, Überschwemmungen und andere klimabedingte Krisen zunehmend bedroht ist. 

Äthiopien gehört zu den afrikanischen Ländern, die die meisten Geflüchteten aufgenommen haben: Ende Juni 2024 lebten mehr als eine Million Geflüchtete im Land – vor allem aus Nachbarstaaten wie dem Sudan, Südsudan und Eritrea. Gleichzeitig ist die Situation in Äthiopien ebenfalls kritisch: Etwa 4,4 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht vor bewaffneten Konflikten, ethnischen Spannungen und Naturkatastrophen. 

Die humanitäre Lage ist angespannt, doch der Wille der Bevölkerung, Zukunftsperspektiven zu schaffen, ist groß. Äthiopien steht vor gewaltigen Herausforderungen – aber auch vor Chancen für Stabilität und Entwicklung. 

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Tansania

Tansania kennt man vor allem wegen seiner wunderschönen Landschaft, dem Kilimanjaro oder der Serengeti. Doch auch ist Tansania eines der ärmsten Länder der Welt. 46,9 Prozent der Einwohnenden leben unter der Armutsgrenze von $ 1,90 pro Tag. Trotz der vorherrschenden, verheerenden AIDS-Epidemie und der hohen Mütter- und Säuglingssterblichkeit wächst die Bevölkerung Tansanias weiterhin rasant. Besonders prekär ist die Lage für Frauen und die älteren Bevölkerungsgruppen: Sie werden diskriminiert und sind besonders in ländlichen Gebieten von der Gesundheitsvorsorgen abgeschnitten. Hinsichtlich des rechtlichen Status ist die Stellung alter Frauen aufgrund sich widerstreitender gesetzlicher Bestimmungen sehr schwach. Gemeinsam mit lokalen Partnern stärken wir die Rechte älterer Menschen in Tansania, unterstützen sie bei ihrem Lebensalltag, finanzieren bedingungslose Mini-Renten, fördern ältere Geflüchtete aus Burundi und leisten politische Arbeit zur gesetzlichen Stärkung der Älteren.

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Uganda

Uganda, auch bekannt als "die Perle Afrikas", ist bekannt für wunderschöne Landschaften, so etwa am angrenzenden Viktoriasee und im Ruwenzori-Gebirge. Uganda ist wie viele andere ein wachsender und aufstrebender Staat Afrikas: Seit Beginn des 21. Jahrhunderts konnte die extreme Armut im Land deutlich reduziert werden. Doch es gibt nicht nur Erfolge in der Entwicklung des ostafrikanischen Landes zu berichten. Faktoren, die Uganda besonders vor Herausforderungen stellen, sind vor allem ein rasantes Bevölkerungswachstum, eine angeschlagene Wirtschaft sowie weitverbreitete Korruption und eine mangelhafte Ernährungssicherheit. Ältere Menschen und ihre Bedarfe stehen dabei hinten an, weshalb die Rahmenbedingungen für ein gesundes und würdevolles Altern besonders erschwert sind. Eine Folge dessen ist die hohe Armutsrate innerhalb der älteren Generation: Diese ist fast doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt.

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Malawi

Berge, Hochebenen und einen der größten Süßwasserseen der Welt: der afrikanische Binnenstaat Malawi ist ein Naturparadies im südlichen Teil des Kontinents. Der Klimawandel bedroht diese Naturschönheit und mit ihr die Menschen, die von der Fruchtbarkeit des Landes leben: Die Mehrheit der Bevölkerung Malawis lebt in ländlichen Gebieten und betreibt Landwirtschaft, um die eigene Ernährung zu sichern. Dürren und Überschwemmungen nehmen im Zuge des Klimawandels in Häufigkeit und Intensität zu und gefährden die Lebensgrundlagen dieser Menschen.  

Malawi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt: Nach Angaben der Weltbank leben mehr als 70% der Bevölkerung in extremer Armut. Der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung, Bildung und sauberem Wasser ist für viele Einwohner*innen begrenzt. Vulnerable Gruppen wie Kinder, Frauen und ältere Menschen sind von den schwierigen Lebensbedingungen besonders betroffen. Malawi steht vor der Herausforderung, nachhaltige Lösungen zu entwickeln, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung langfristig zu verbessern. 

Bild: © Malumbo Simwaka/ Fairpicture/ HelpAge International 

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Südsudan

Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt: Am 9. Juli 2011 wurde der ostafrikanische Binnenstaat nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg vom Sudan unabhängig. Das Land, das u.a. an Äthiopien, Uganda und den Sudan grenzt, ist reich an natürlichen Ressourcen wie fruchtbarem Land und Öl. Trotz dieses Potenzials zählt der Südsudan zu den fragilsten Ländern der Welt. 

Das Land ist durch große ethnische und kulturelle Vielfalt geprägt. Die Mehrheit der rund 13 Millionen Einwohner*innen lebt in ländlichen Gebieten und ist stark von Subsistenzlandwirtschaft abhängig. Diese Lebensgrundlage vieler Familien ist jedoch durch regelmäßig wiederkehrende Dürren und Überschwemmungen bedroht. 

Seit der Staatsgründung wird der Südsudan zudem immer wieder von politischen Spannungen, bewaffneten Konflikten und innerethnischer Gewalt erschüttert. Die Folgen waren nur massive Fluchtbewegungen innerhalb des Südsudans sowie in die Anrainerstaaten. Auch die Entwicklung staatlicher Strukturen wird durch die wiederkehrenden Konflikte beeinträchtig: Infrastruktur, Bildung und Gesundheitsversorgung sind vielerorts nur unzureichend vorhanden. 

Trotz dieser Herausforderungen ist der Südsudan ein Land mit großem Potenzial, dessen Bevölkerung nach Frieden, Stabilität und Entwicklung strebt. 

Foto: ©HelpAge International

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