Stille HeldinnenHenning Scherf eröffnet Fotoausstellung "Afrikas Großmütter im Kampf gegen AIDS" am 15. Juni in der Sparkasse Osnabrück Osnabrück, 7. Juni 2007 – Henning Scherf, Schirmherr von HelpAge Deutschland, und die Osnabrücker Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler eröffnen die Fotoausstellung "Stille Heldinnen - Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/AIDS" am 15.Juni um 16:00 Uhr in der Sparkasse Osnabrück, Zweigstelle Berliner Platz. Musikalisch wird die Veranstaltung vom Trio d’Anches, bestehend aus Lehrenden der Musikschule Osnabrück, begleitet. Produktion und Durchführung der Ausstellung wurden von der Sparkasse Osnabrück und der Niedersächsischen Lottostiftung/BINGO Umweltlotterie finanziell unterstützt. Die Ausstellung ist bis zum 13.Juli täglich zu den Öffnungszeiten der Sparkasse zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.
"Insbesondere alte Frauen sind in der Pflege der an HIV/AIDS erkrankten eigenen Kinder und der Betreuung der AIDS-Waisen aktiv. Doch in den Hilfsprojekten werden sie so gut wie gar nicht berücksichtigt, sondern sind meistens auf sich alleine gestellt", erklärt Henning Scherf, Autor des viel beachteten Buches "Grau ist bunt – Was im Alter möglich ist".
"Die deutsche G8-Präsidentschaft soll dazu beitragen, die Rolle alter Menschen im Kampf gegen AIDS stärker wahrzunehmen und zu fördern. In der Entwicklungszusammenarbeit bleiben alte Menschen bislang unsichtbar", sagt Michael Bünte, Vorstand von HelpAge Deutschland. Die in der Ausstellung von HelpAge gezeigten großformatigen Fotografien geben der unsichtbaren Generation nun ein Gesicht.
Die großformatigen Portraits des Osnabrücker Fotografen Christoph Gödan erzählen von der Energie, vom Mut und von der Würde alter Menschen in Afrika. In den vergangenen Monaten reiste der Fotograf mit einem Stipendium des Kulturwerks der Verwertungsgesellschaft Bildkunst nach Tansania und Südafrika. In zwei von HelpAge Deutschland unterstützten Hilfsprojekten portraitierte er das Leben von 55 Familien. Das Besondere: Es sind Familien, in denen die Eltern fehlen, weil sie an AIDS gestorben sind. Gödan, 1963 geboren, wurde in den 1990-er Jahren bekannt durch seine Reportagen über die Kriegs- und Nachkriegsgebiete auf dem Balkan. Er wird vertreten durch die Fotoagentur laif.
MUSA, Muthande Society for the Aged, heißt ein von HelpAge Deutschland unterstütztes Hilfsprojekt im südafrikanischen Durban, das in der Ausstellung vorgestellt wird. "Bei MUSA haben wir gelernt, über Sexualität und AIDS zu sprechen, aber wir haben das nicht unbedingt freiwillig gemacht. Ich zumindest nicht. Die Mitarbeiterinnen haben uns erzählt, wie wir auf unsere eigenen Kinder und Enkelkinder zugehen sollen." Für die Zukunft hofft Gertrud Shabalala vor allem, "dass nicht noch mehr Menschen in meiner Familie mit dem Virus infiziert werden. Und dass diejenigen, die krank sind, trotzdem ein langes Leben führen können."
Eine Vorbesichtigung der Ausstellung ist für Medienvertreter am 15.Juni 2007 von 15:30 bis 16:00 Uhr möglich. Der Fotograf Christoph Gödan, der Vorstand von HelpAge Deutschland Michael Bünte und Henning Scherf stehen für Bildwünsche und Interviews gerne zur Verfügung.
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