Jede Oma zählt
Menschen bei einem HelpAge Vortrag im Südsudan

Versorgungssicherung und ökonomische Stärkung

Aufgrund des anhaltenden Konflikts im Südsudan hat sich die Nahrungsmittelsituation in der Region Warrap weiter verschärft und die Preise für Lebensmittel drastisch ansteigen lassen. Viele Menschen, darunter insbesondere Ältere, sind unterernährt und teilweise auf die Verteilung von Lebensmitteln angewiesen. Es fehlt an innovativen und angepassten Anbaumethoden, um die Ernteerträge und somit die Nahrungsmittelproduktion zu erhöhen. Hinzu kommen fehlende Einkommesmöglichkeiten sowie der eingeschränkte Zugang zu Märkten und Finanzdienstleistungen. Ältere Menschen und andere bedürftige Bevölkerungsgruppen verfügen über keine Interessenvertretung, so dass ihre Bedürfnisse bei humanitären Hilfsleistungen meist nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Überblick

Projektregion:
Icon mit Länderflagge Südsudan
Laufzeit:
01.01.2016 - 30.03.2019
Thema:
Icon Themenschwerpunkt Icon Themenschwerpunkt Icon Themenschwerpunkt
Projektpartner:
HelpAge Südsudan, GOAL Südsudan, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Zielgruppe:
Bedürftige ältere Menschen und von Frauen geführte Haushalte

Projektbeschreibung

Die Ausgangssituation

Der junge Staat Südsudan ist nicht nur von dem seit 2013 anhaltenden Bürgerkrieg betroffen, sondern erlebt immer wieder auch große Dürren und Überschwemmungen. In der Projektregion Warrap leidet die gesamte Bevölkerung, vor allem aber ältere Menschen, unter Nahrungsmittelknappheit und Unterernährung. Die Menge der vor Ort produzierten Nahrungsmittel ist aufgrund fehlender Kenntnisse von angepassten Anbaumethoden extrem niedrig, so dass die Menschen immer wieder auf Nahrungsmittelverteilung angewiesen sind. Die hohe Analphabetenrate schränkt die Möglichkeiten, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, weiter ein. Von dieser Situation sind ältere Menschen und andere benachteiligte Bevölkerungsgruppen besonders betroffen. Ihr Beitrag für die Gesellschaft wird oft als gering erachtet und sie werden bei Hilfsleistungen immer wieder vergessen.

Das Projekt

In dem Projekt, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird, trägt HelpAge dazu bei, den Hunger in der Projektregion nachhaltig zu verringern und die Menschen zu befähigen, sich in Zukunft selbst zu versorgen. Dazu werden ungebundene Gutscheine zur Deckung des unmittelbaren Bedarfes verteilt sowie Hausgärten und Demonstrationsbeete angelegt, um die Nahrungsmittelproduktion zu steigern. Gleichzeitig werden durch verschiedene Trainingsmaßnahmen und dem Zugang zu günstigen Spar- und Kreditmöglichkeiten der Aufbau eines eigenen Unternehmens gefördert. Getreideanbauende Landwirte und Gemüsebauern erhalten Saatgut, Werkzeugen sowie kontinuierliche Betreuung und Schulungen zu alternativen Anbaumethoden. Durch den Aufbau von Altenorganisationen und Trainings für humanitäre Akteure soll sichergestellt werden, dass die Rechte älterer und beeinträchtigter Menschen gewahrt werden und sie auch in Katastrophenfall bedarfsgerechte Unterstützung erhalten.

Das Ergebnis

Die Ernährungssituation in der Region Warrap ist durch die Unterstützung Bedürftiger mit Gutscheinen sowie einer höheren Nahrungsmittelproduktion verbessert. Die Menschen sind in der Lage ihren Nahrungsbedarf zu decken und auch eine Ernährungsvielfalt zu gewährleisten. Durch den Verkauf von Gemüse wird das Einkommen der Familien verbessert. Insbesondere Frauen profitieren von den einkommensschaffenden Maßnahmen und dem Zugang zu Spar- und Kreditmöglichkeiten. Die Altenorganisationen verfügen über Katastrophenvorsorgepläne und ältere Menschen sind besser über angebotenen Hilfsleistungen informiert.

Was Ihre Unterstützung bringt

Durch die Unterstützung dieses Projektes helfen Sie mit die Versorgungssituation im Südsudan nachhaltig zu verbessern und somit einen Beitrag zur Widerstandfähigkeit von besonders bedürftigen vor allem älteren Menschen zu leisten.


Zusätzliches Material