Jede Oma zählt
Korbflechten, Flüchtlingslager, Tansania

Überlebenssicherung für ältere Geflüchtete aus Burundi

Geflohen vor Gewalt und politischen Unruhen in Burundi, leben derzeit über 220.000 Menschen in den Flüchtlingslagern im Nordwesten Tansanias. Hier müssen sich die meisten von ihnen selbst versorgen, da die Verteilung von Lebensmitteln, Medikamenten und Gegenständen des täglichen Bedarfs stark eingeschränkt wurde. Vor allem ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen sind mit unzureichender Gesundheits- und Nahrungsmittelversorgung konfrontiert, da sie in der humanitären Hilfe oft übersehen werden. Aus diesem Grund setzen wir uns mit dem Projekt für eine Verbesserung der Lebenssituation besonders vulnerabler Geflüchteter ein. Dabei soll vor allem auf die Inklusion und den Schutz älterer Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen geachtet werden. Die Projektmaßnahmen umfassen die Ausbildung von Pflegekräften, die Gründung und Stärkung von Altengruppen sowie die Umsetzung von einkommensschaffenden Maßnahmen und die Sensibilisierung relevanter humanitärer Akteure für die Bedarfe älterer Menschen.

Überblick

Projektregion:
Icon mit Länderflagge Tansania
Laufzeit:
10.09.2018 - 31.08.2020
Thema:
Icon Themenschwerpunkt Icon Themenschwerpunkt Icon Themenschwerpunkt Icon Themenschwerpunkt Icon Themenschwerpunkt
Projektpartner:
HelpAge International Tanzania
Ziel:
Verbesserung der Lebensbedingungen burundischer Geflüchteter in den Bereichen Ernährung, Einkommen und Gesundheit sowie Stärkung der Fähigkeiten humanitärer Akteure in der Inklusion vulnerabler Gruppen und deren Sicherheit vor Ausbeutung und Gewalt
Zielgruppe:
87.629 ältere Menschen, Menschen mit Beeinträchtigung sowie Menschen mit multiplen Vulnerabilitäten in den Flüchtlingslagern Nduta und Mtendeli sowie in den umliegenden Gemeinden; mehr als die Hälfte von ihnen sind Frauen
Geber:
Auswärtiges Amt, HelpAge Deutschland

Projektbeschreibung

Die Ausgangssituation

Aufgrund der immer wiederkehrenden Gewaltausschreitungen und politischen Instabilität in Burundi leben derzeit über 360.000 burundische Geflüchtete in den umliegenden Ländern (UNHCR, Stand: November 2018). Tansania beherbergt über 60 Prozent der burundischen Flüchtlingsbevölkerung, was eine große Belastung für das Land darstellt. Dementsprechend schlecht ist die Situation vor Ort in den Flüchtlingslagern. Vor allem ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen haben einen stark limitierten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, wie Pflege- und Rehabilitationsdiensten, Lebensmittelversorgung oder Schutzmaßnahmen. Fehlende Inklusionsmaßnahmen führen außerdem zu Diskriminierung und Ausgrenzung der Zielgruppe. 

Das Projekt

Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt setzen wir uns in der Region Kigoma für einen besseren Zugang zu Pflege- und Rehabilitationsdienstleistungen sowie eine stärkere Inklusion vulnerabler Menschen in die Nothilfe ein. Ziel ist es, die Gesamtsituation besonders vulnerabler Geflüchteter aus Burundi zu verbessern und eine bedarfs- sowie altengerechte humanitäre Hilfe zu fördern. 

Das Ergebnis

Um die Inklusion vulnerabler Menschen in die humanitären Hilfsmaßnahmen zu verbessern, werden Altengruppen gegründet. Sie agieren als Sprachrohr von besonders vulnerablen Geflüchteten und setzten sich für ihre Rechte ein. Trainings zur Sensibilisierung humanitärer Akteure für die Bedarfe älterer Menschen unterstützen die Einbindung der Zielgruppe in die Programme anderer Hilfsorganisationen. Durch die Schulung von Pflegekräften sowie pflegenden Angehörigen und die Bereitstellung von medizinischen Hilfsmitteln verbessert sich der Zugang der Zielgruppe zu Pflege- und Rehabilitationsdienstleistungen. Darüber hinaus sorgt der Aufbau von Spar- und Kreditgruppen sowie die Bereitstellung von Saatgut mit begleitenden Schulungsmaßnahmen dafür, dass die Begünstigten ein Einkommen erwirtschaften können. Zudem werden Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs bereitgestellt.

Was Ihre Unterstützung bringt

Durch die Unterstützung dieses Projektes helfen Sie besonders vulnerablen Geflüchteten aus Burundi, die in den Flüchtlingscamps im Nordwesten Tansanias keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen haben und isoliert von der Gemeinschaft leben. Mit Ihrer Hilfe werden die spezifischen Bedarfe älterer Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen wahrgenommen und entsprechend gehandelt. Zugang zu Pflege- und Rehabilitationsdienstleistungen und Einkommenssicherung sorgen dafür, dass unsere Zielgruppe wieder ein würdevolleres Leben führen kann.