Peruanische Menschen bei der Ernte

Stärkung der Biodiversität in Santanilla

Nach Meinung der Quechua-Lamas weiß nicht nur der Kopf, sondern auch die Hand. Vor diesem Hintergrund haben vor vielen Jahren mehrere indianische Frauen und Männer eine Initiative gegründet, um ihre Kenntnisse über Ökologie, traditionelle Medizin oder angepassten Landbau an die Nachfolgegenerationen weiterzugeben. Mit ihrer "Schule des Lebens" halten die "alten Weisen" das indigene Pachama-Denken lebendig, sorgen für eine gewisse Unabhängigkeit der Region vom Weltmarkt und leisten einen unbezahlbaren Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität Perus.

Überblick

Projektregion:
Icon mit Länderflagge Peru
Laufzeit:
01.01.2017 - 31.12.2020
Thema:
Icon Themenschwerpunkt Klimawandel & Katastrophenvorsorge
Projektpartner:
Waman Wasi, Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), terre des hommes (TDH)
Zielgruppe:
Indigene Kinder und Jugendliche aus öffentlichen Schulen und deren LehrerInnen, indigene ältere Menschen aus den umliegenden Dörfern, als auch lokale Autoritäten und Behörden

Projektbeschreibung

Die Ausgangssituation

Die Kechua Lamas haben über Jahrtausende von und im Einklang mit der Natur gelebt. Dann kamen Erdölbohrungen, großflächige Abholzungen (mit Beeinträchtigung von Bodenfruchtbarkeit und Wasserhaushalt) und der Kokaanbau. Je weiter die Region Teil des Weltmarktes wurde, desto mehr ging das alte kulturelle Wissen und die damit verbundenen Fähigkeiten – sowie die Identität der Menschen dieser Region – verloren. Das führte zu einer wachsenden Abhängigkeit der Menschen von internationalen Faktoren und drängte die älteren Generationen ins soziale Abseits, da sich ihre Rolle als Vermittler alten Wissens nach und nach erübrigte. Dieser Entwicklung wirken wir mit unserem Engagement entgegen.


Das Projekt

HelpAge unterstützt in Kooperation mit der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung Waman Wasi. Der HelpAge Partner der ersten Stunde unterstützt die kulturelle Selbstbestimmung der Kechua Lamas (oder Quechua Lamas) und fördert ihre indigene Weltanschauung und umweltfreundliche Agrartechnologie. Im Fokus unseres Engagements steht der Wunsch, die älteren Generationen sozial weiter zu rehabilitieren und die Bildung der nachfolgenden Generationen interkulturell zu gestalten.


Das Ergebnis

Mit der "Schule des Lebens" wurde auch die Bedeutung der Rolle der Älteren, als Ratgeber, Heiler und Lehrmeister, wieder gestärkt. Die Wissensweitergabe an die Jüngeren ist Teil der Aktivitäten, bei denen gut 100 alte Menschen sowie 325 Kinder und Jugendliche sowie ggf. weitere Gemeindemitglieder über Treffen, Workshops und Feldarbeit die Nutzpflanzen der Umgebung katalogisieren, zu Gerichten und pflanzlichen Heilmitteln weiterverarbeiten und mit Hilfe des Projektpartners über Publikationen, Videos und eine regelmäßige Radiosendung weiter bekannt machen. 


Was Ihre Unterstützung bringt

Durch die Unterstützung dieses Projektes helfen Sie die Biodiversität der Region wiederzubeleben, die "monokulturelle" Lehre (spanisch in der Sprache und westlich im Denken) aufzubrechen und die "alten Weisen" der Lamas wieder in den Gemeinde-Alltag zu integrieren.


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Zusätzliches Material

Weiterführende Informationen