Zwei afrikanische Großmütter unterhalten sich

Renten für Tansania

HIV/Aids ist auch in Tansania ein großes Problem. Die Region Kagera war eines jener Gebiete Afrikas mit den ersten Toten als Folge von HIV/Aids. Jedes fünfte Kind wurde in dieser Gegend zum Waisen. Oft blieben nur die Großmütter übrig, um für die Enkel zu sorgen. Das Projekt KwaWazee in Tansania unterstützt seit über 10 Jahren die alten Frauen und die in ihren Haushalten lebenden Kinder u.a. mit kleinen monatlichen Renten und hat sich im Laufe der Zeit zu einem angesehenen "Lernlabor" rund um die neu zusammengesetzten Familienstrukturen, ihre Potentiale und Bedarfe entwickelt.

Überblick

Projektregion:
Icon mit Länderflagge Tansania
Laufzeit:
01.01.2015 - 31.12.2017
Thema:
Icon Themenschwerpunkt Gesundheit & Ernährung Icon Themenschwerpunkt Einkommen & Renten Icon Themenschwerpunkt Altenrechte & Inklusion
Projektpartner:
Kwa Wazee Schweiz, Kwa Wazee Tansania
Zielgruppe:
Bedürftige Haushalte mit alten Menschen und Großkindern

Projektbeschreibung

Die Ausgangssituation

In Tansania existiert kein flächendeckendes System der Altersversorgung. Armut und die Auswirkungen von HIV/AIDS prägen das Leben der meisten der zwei Millionen alten Menschen. Zu viele mussten ihre eigenen kranken Kinder pflegen und begraben oder in die Städte davonziehen lassen. Durch fehlende staatliche Fürsorge sind besonders die Großmütter die letzte Hoffnung für ihre verwaisten oder zurückgelassenen Enkelkinder. Oder als Letztüberlebende auf das angewiesen, was der karge Garten oder die mitfühlende Nachbarschaft entbehren kann.


Das Projekt

Kwa Wazee (»für die Alten«) lässt 1150 Großmüttern und mittellosen Alleinstehenden in und um Nshamba eine kleine monatliche "Grundrente" von umgerechnet etwa 7 Euro zukommen. Zusätzlich gibt es für jedes der gut 600 mitversorgten Enkelkinder einen Zuschlag von 3,50 Euro. Darüber hinaus fördert das Projekt die Bildung von Gesprächs- und Spargruppen zur gegenseitigen psychosozialen und finanziellen Unterstützung in Notlagen und ermöglicht Trainings zu Gesundheit, Nahrungshygiene und Selbstverteidigung.



Das Ergebnis

Entstanden als kleine lokale Hilfsinitiative für wenige hundert Großmütter eines in der Region tätigen Schweizer Entwicklungshelfers zu Beginn der 2000er Jahre hat sich das Projekt zu einem umfassenden Programm zur Armutsbekämpfung und Hilfe zur Selbsthilfe gemausert. Durch die regelmäßigen Einkünfte kann nicht nur das Überleben gesichert werden, sondern auch die körperliche und geistige Gesundheit der Großmütter und ihre soziale Anerkennung verbessert werden. Es gibt einen Austausch in Gesprächsgruppen und die Enkelkinder können endlich zur Schule gehen. 



Was Ihre Unterstützung bringt

Durch die Unterstützung dieses Projektes helfen Sie, dass alte Menschen in Tansania eine Rente erhalten, womit sie auch an Ansehen und Achtung in Familie und Dorfgemeinschaft gewinnen. Aber auch lokale Läden gewähren ihnen so leichter Kredite, die physische Gesundheit wird stabilisiert, der Schutz in Krisensituationen verbessert, die Ernährung vielseitiger. Kinder, die in unterstützten Haushalten leben, müssen weniger harte Arbeit leisten, haben mehr Zeit zum Spielen und verbesserte Bildungschancen.


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