Jede Oma zählt
Flüchtlingslager in Rohingya

Nach der Massenflucht der Rohingya: Würdevolles Leben im Camp ermöglichen

Die Rohingya gehören zu der am stärksten verfolgten und diskriminierten ethnischen Volksgruppe. Sie leben überwiegend in Myanmars westlichen Küstenstaat Rakhine, einem der ärmsten Staaten des Landes. Seit Jahrzehnten verweigert der burmesische Staat ihnen die offizielle Staatsbürgerschaft und die Anerkennung als eine eigenständige ethnische Gruppe. Deshalb gelten sie offiziell als staatenlos und dürfen die Region nicht ohne offizielle Regierungserlaubnis verlassen. Mit dem erneuten Gewaltausbruch im August 2017 sind fast eine Millionen Menschen aus der Region nach Bangladesch geflohen, um dort Sicherheit und Zuflucht zu suchen. Die Rohingya gehören damit zu einer der anzahlmäßig größten vertriebenen Gruppe der Welt.

Überblick

Projektregion:
Laufzeit:
12.10.2017 - 30.04.2019
Thema:
Projektpartner:
HelpAge Bangladesch, Resource Integration Centre (RIC), Youth Power in Social Aktion (YPSA)
Zielgruppe:
Ältere Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen

Projektbeschreibung

Die Ausgangssituation

Derzeit sind fast eine Millionen Menschen aufgrund der anhaltenden Gewalt aus Myanmar nach Bangladesch geflüchtet. Ein Großteil von ihnen lebt in den Camps von Cox’s Bazaar. Der Umfang und auch die Geschwindigkeit mit der die Menschen aus Myanmar geflohen sind, hat zu einer katastrophalen humanitären Lage in den Flüchtlingscamps geführt. Ältere und beeinträchtigte Menschen sind davon besonders betroffen. Aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität oder Behinderung haben sie oft keinen Zugang zu vorhandenen Hilfsleistungen. Sie können nur schwer zu den Verteilungsstellen gelangen, die meist weit entfernt ihrer Unterbringungen liegen. Zudem sind die medizinische Versorgung und der Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten sowie zu anderen sozialen Dienstleistungen oft nicht gewährleistet. 


Das Projekt

Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen Resource Integration Centre (RIC) und Youth Power in Social Action (YPSA) errichtet HelpAge vor Ort Age Friendly Spaces (AFS), die älteren Frauen und Männern medizinische Versorgung, sichere Sanitäreinrichtungen sowie Beratung, Schutz und sozialen Austausch bieten. In den medizinischen Einheiten, die mit spezialisierten Gesundheitsteams und den notwendigen medizinischen Hilfsmitteln ausgestattet sind, werden Gesundheitsleistungen für ältere Menschen bereitgestellt. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität wird über ein mobiles Gesundheitsteam die medizinische Versorgung sichergestellt. Zudem werden Trinkwasser und Hygiene-Kits an Ältere und ihre Familien verteilt und altersgerechte Latrinen sowie Waschstationen gebaut. In den Age Friendly Spaces stehen außerdem Beratungs- und Betreuungsangebote als auch sichere Räume, insbesondere für Frauen, zur Verfügung.

Das Ergebnis

Die Age Friendly Spaces bieten den betroffenen Älteren einen Ort, an dem sie Zugang zu medizinischer Versorgung und anderen Hilfsleistungen sowie Beratung und Betreuung aber auch Schutz erhalten. Gleichzeitig werden ihre Selbstständigkeit und die Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben gefördert. Die Hilfsmaßnahmen tragen dazu bei, die Lebenssituation der älteren und beeinträchtigten Menschen in dem Flüchtlingscamp entscheidend zu verbessern.

Was Ihre Unterstützung bringt

Mit Ihrer Hilfe tragen sie dazu bei, dass ältere Geflüchtete eine bedarfsgerechte Unterstützung erhalten. Ihr Selbstbewusstsein ist gestärkt und sie übernehmen wieder eine wichtige Rolle innerhalb der Gemeinschaften.


Zusätzliches Material

Weiterführende Informationen

Aktuelles aus unserem Projekt

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