Jede Oma zählt
Ältere Menschen in Südafrika demonstrieren gegen bessere Versorgung und Aufklärung in Folge von HIV/AIDS

Hilfe für HIV/Aids-Kranke und ihre Familien

Schätzungsweise 6,5 Millionen Menschen leben in Südafrika mit HIV/Aids. Die Ansteckungsrate der Bevölkerung liegt bei über 20 Prozent. Wie in vielen anderen Ländern übernehmen die Alten die Pflege der mittleren Generationen, die an HIV/Aids erkrankt sind und versorgen zudem die steigende Zahl von AIDS-Waisen. Die Organisation MUSA (Muthande Society for the Aged) unterstützt die Alten nicht nur mit konkreter Ausbildung, Medikamenten und Nahrungsmitteln, sondern auch bei ihrem Engagement für eine bessere Aids-Aufklärung und angemessene Gesundheitsbehandlung.

Überblick

Projektregion:
Icon mit Länderflagge Südafrika
Laufzeit:
15.09.2016 - 31.12.2017
Thema:
Icon Themenschwerpunkt Icon Themenschwerpunkt
Projektpartner:
MUSA (Muthande Society for the Aged)
Zielgruppe:
15 Pflegepersonalkräfte sowie etwa 1.400 ältere Menschen

Projektbeschreibung

Die Ausgangssituation

Annähernd die Hälfte der älteren Menschen leben in Haushalten, die mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze auskommen müssen. Ihre problematische soziale Lage hat sich durch die weitere Ausbreitung von HIV/AIDS dramatisch verschlechtert. Die Pflege der Kranken und die Versorgung der Waisen werden hier wie in weiten Teilen Afrikas vor allem von alten Menschen (v.a. Frauen) geleistet. 60 Prozent der Waisen sind im südlichen Afrika bei ihren Großeltern untergekommen. In der Arbeit der vergangenen Jahre hat MUSA diese Entwicklungen aufgegriffen und damit auf die Forderungen der alten Menschen reagiert, die in Workshops und Veranstaltungen das Thema HIV/AIDS immer wieder als wichtigstes Problem benannt haben.

Das Projekt

MUSA (Muthande Society for the Aged) wurde Anfang der 80er Jahre gegründet, als zum ersten Mal deutlich wurde, dass alte Menschen mit ihren Problemen weitgehend vergessen blieben. Seit einigen Jahren kümmert sich das Projekt verstärkt um jene Alten, die in der Pflege ihrer an HIV/AIDS erkrankten Kinder und deren Enkel auf sich alleine gestellt sind. Alte Menschen sollen dabei so gestärkt werden, dass sie die alltäglichen Probleme infolge HIV/AIDS und Armut besser bewältigen können. Neben Informationen und Trainings bekommen sie Unterstützung für eine ausreichende Ernährung, Kleidung und Gesundheitsfürsorge ihrer Angehörigen. Um auch den Staat in die Verantwortung zu nehmen, sensibilisiert MUSA öffentliche Gesundheitseinrichtungen, damit diese die Bedürfnisse alter Menschen besser erkennen und reagieren können.

Das Ergebnis

MUSA arbeitet mittlerweile in vier Townships und zwei ländlichen Regionen Durbans mit über 23.000 alten Menschen und ihren Familienangehörigen und hat in den vergangenen Jahren mit der Unterstützung von HelpAge zentrale Anlaufstellen aufgebaut. Dort werden alte Menschen mit Informations-, Alphabetisierungs- und Rechtsberatungsangeboten in die Lage versetzt, besser auf die ständig wachsenden Herausforderungen durch HIV/AIDS reagieren zu können und als Berater auch anderen Betroffenen zu helfen und damit ihre eigene Isolation zu überwinden.

Was Ihre Unterstützung bringt

Durch die Unterstützung dieses Projektes helfen Sie den verheerenden Folgen von HIV/AIDS in Südafrika entgegenzuwirken. Durch die Ausbildung der älteren Generation zu Multiplikatoren der Aids-Aufklärung, die Versorgung mit Medikamenten und Nahrungsmitteln und der finanziellen Hilfe der Großeltern-Generation bei der Versorgung der Aids-Waisen.


Zusätzliches Material

Aktuelles aus unserem Projekt

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