Jede Oma zählt
Eye test Meki primary eye care

Gesund leben im Alter

Auch in Äthiopien findet ein demographischer Wandel hin zu einer alternden Bevölkerung statt. Bis zum Jahr 2050 wird der durchschnittliche Anteil der älteren Menschen im Vergleich zum Jahr 2015 um 5,2 Prozentpunkte wachsen und somit auf 10,4 Prozent ansteigen. Damit verdoppelt sich der Anteil der äthiopischen Bevölkerung, die über 60 Jahre alt ist. Das stellt das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Aus diesem Grund setzen wir uns mit dem Projekt für eine nachhaltige und verbesserte Gesundheitsversorgung ein, die auf die Bedarfe älterer Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen abgestimmt ist. Im Rahmen des Projektes werden Maßnahmen zur Ausbildung des Gesundheitspersonals, zur Verbesserung der medizinischen Versorgung, zur Stärkung der gemeindebasierten Selbsthilfe und zur Bewusstseinsbildung aller relevanten Akteure durchgeführt.

Überblick

Projektregion:
Icon mit Länderflagge Äthiopien
Laufzeit:
01.12.2018 - 31.12.2021
Thema:
Icon Themenschwerpunkt Icon Themenschwerpunkt
Projektpartner:
HelpAge International Ethiopia, Ethiopian Elderly and Pensioners National Association (EEPNA), Tesfa Social and Development Association (TSDA), Medhin HIV Positive Elders Association (Medhin)
Ziel:
Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Äthiopien
Zielgruppe:
10.230 ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen sowie Fachpersonal aus Gesundheitseinrichtungen und Pflegekräfte; mehr als die Hälfte sind Frauen
Geber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Aktion Deutschland Hilft (ADH)

Projektbeschreibung

Die Ausgangssituation

Das äthiopische Gesundheitssystem stellt nur eine Basisbehandlung für akute Erkrankungen, wie z.B. Infektionserkrankungen, zur Verfügung. Zudem wird die Behandlung von Kindern und Müttern priorisiert. Zum Krankheitsbild älterer Menschen gehören jedoch chronische Erkrankungen wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Sehbehinderungen, Hördefizite und Gelenkschmerzen. Da das Gesundheitssystem in Äthiopien nicht auf die Behandlung der Erkrankungen älterer Menschen ausgelegt ist, bleiben die spezifischen Bedarfe vieler älterer Personen kaum oder nicht berücksichtigt. Zahlreiche Behandlungen sind zudem kostenpflichtig und müssen von den Patienten getragen werden. Die finanziellen Mittel älterer Menschen sind jedoch sehr begrenzt, da nur sehr wenige von ihnen eine Altersrente erhalten. Das hat zur Folge, dass die Betroffenen entweder keine Vorsorgeuntersuchungen und Behandlungen wahrnehmen oder die Kosten für die medizinische Versorgung ihre Armut verschärfen. Hinzu kommt, dass der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen für ältere Menschen meist eine große Herausforderung darstellt. Das liegt zum einen vor allem in ländlichen Gebieten an der großen Distanz zu Gesundheitseinrichtungen, zum anderen an der eingeschränkten Mobilität der Patienten.

Das Projekt

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Aktion Deutschland Hilft setzen wir uns in den drei Regionen Oromia, SNNPR und Addis Abeba für einen besseren Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen sowie für eine höhere Qualität der medizinischen Versorgung ein. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen zu verbessern und eine bedarfs- sowie altengerechte Versorgung zu garantieren. 

Das Ergebnis

Um den Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdiensten zu ermöglichen, werden Gesundheitseinrichtungen alters- und behindertengerecht gestaltet, das Gesundheitspersonal für die speziellen Bedarfe älterer Menschen und von Menschen mit Beeinträchtigungen geschult sowie medizinische Hilfsmittel bereitgestellt. Durch die Einführung von verschiedenen Altengruppen, wie die Older People Associations oder Healthy Ageing Clubs, werden Strukturen geschaffen und Kapazitäten aufgebaut, damit ältere Leute ihre Rechte kennen, diese einfordern können und nachhaltig ein gesünderes Leben führen. Dazu tragen auch bewusstseinsbildende Maßnahmen für Akteure des Gesundheitssystems sowie ein gemeindebasiertes Monitoring der Gesundheitseinrichtungen bei. Darüber hinaus werden auch mobilitätseingeschränkte Menschen unterstützt, indem ausgewählte Gemeindemitglieder zu ambulanten Pflegekräften ausgebildet werden.

Was Ihre Unterstützung bringt

Durch die Unterstützung dieses Projektes helfen Sie älteren Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen, die durch das staatliche Gesundheitssystem nur eingeschränkt oder nicht bedarfsgerecht behandelt werden. Mit Ihrer Hilfe erhalten Menschen mit speziellen Bedarfen Zugang zu einer verbesserten Gesundheitsversorgung, sodass sie mit gesteigerter Lebensqualität und in Würde altern können.