Jede Oma zählt
Ebola

Ausbreitung des Ebola-Virus bremsen - Aufklärungsarbeit als Lebensretter

Die anhaltenden Konflikte in 10 von 26 Provinzen der Demokratischen Republik Kongo und der erneute Ausbruch des Ebola-Virus stellen das Land vor tiefgreifende Herausforderungen. Besonders älteren Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung fehlt es häufig an gesundheitlicher und wirtschaftlicher Absicherung, weil in Krisensituationen selbst die Familienmitglieder kaum mehr Unterstützung leisten können. Teile des Gesundheitssystems, die nicht im Krieg zerstört wurden, sind weder für die Bedarfe vulnerabler Menschen ausgelegt noch bestehen Kapazitäten für die Eindämmung des Ebola-Virus. HelpAge setzt sich deshalb für eine bessere Aufklärung und Prävention von Ebola in den betroffenen Gebieten ein.

Überblick

Projektregion:
Icon mit Länderflagge Demokratische Republik Kongo
Laufzeit:
15.07.2019 - 30.03.2020
Thema:
Icon Themenschwerpunkt
Projektpartner:
HelpAge DRC
Ziel:
Verbesserung der Aufklärung und Prävention von Ebola durch Maßnahmen in den Bereichen Wasser, Sanitätsversorgung und Hygiene
Zielgruppe:
Ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung sowie ihre Familienmitglieder

Projektbeschreibung

Die Ausgangssituation


Nachdem das kongolesische Gesundheitsministerium Ende Juli 2018 über einen Ebola-Ausbruch informiert wurde, gab die Weltgesundheitsorganisation Mitte Juli 2019 einen internationalen Gesundheitsnotstand bekannt. Infektionszahlen sind seit dem ersten Krankheitsfall stetig gestiegen. Es wurden insgesamt 2.737 Ebola-Fälle nachgewiesen und bereits 1.891 Todesfälle bestätigt (Stand August 2019). Betroffen sind die Provinzen Nord-Kivu und Ituri im Nordosten des Landes. Beide Provinzen haben eine hohe Bevölkerungsdichte und gelten als Rückzugsgebiet für Binnengeflüchtete, die aus den Konfliktgebieten kommen. Weltweit handelt es sich um den zweitschwersten Ausbruch des Ebola-Virus. Auch in Uganda wurde Anfang 2019 über die ersten Erkrankungs- und Todesfälle berichtet. Ängste vor der Krankheit treiben viele Menschen in die benachbarten Länder, ohne sicher sagen zu können, ob sie nicht schon selber infiziert sind. 
Besonders ältere Menschen sind von einer Ausbreitung des Virus betroffen. Gründe für hierfür sind: 

  • Eingeschränkte Mobilität: Ältere Menschen haben oft einen erschwerten Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und werden in ihren Häusern und Dörfern zurückgelassen

  • Ungeschultes Personal: Oftmals ist das medizinische Personal nicht darin geschult, die Bedarfe der älteren Generation zu erkennen und diese adäquat zu behandeln

  • Konzentration auf andere Zielgruppen: Obwohl der Krankheitsverlauf bei Kindern und älteren Menschen am schnellsten und tödlichsten ist, werden Seniorinnen und Senioren von den Präventions- und Hilfsmaßnahmen häufig ausgeschlossen; dies führt nicht nur zu einem höheren Infektionsrisiko, sondern auch zu einer geringeren Überlebenswahrscheinlichkeit 

Das Projekt


Schon vor Bekanntgabe des internationalen Gesundheitsnotstands 2019, setzte sich HelpAge in den von Ebola betroffenen Provinzen (Nord-Kivu und Ituri) für eine bessere Ernährungsversorgung vulnerabler Menschen ein und stellte notwendige Hygieneartikel bereit. Zusammen mit lokalen Partnern wurde darüber hinaus eine umfassende Aufklärungsarbeit zur Krankheit betrieben. 
Im Kontext der Ebola-Krise konzentriert HelpAge seine Arbeit auf inklusive Präventions- bzw. Aufklärungsmaßnahmen. Durch Hausbesuche werden die älteren Menschen und ihre Familien direkt erreicht. Sie werden über die Ansteckungsgefahren aufgeklärt und Hygiene-Maßnahmen gezeigt, wodurch sich das Infektionsrisiko stark sinken lässt. Außerdem werden Hinweise auf Anlaufstellen im Verdachtsfall gegeben, sodass eine schnelle Behandlung ermöglicht werden kann.

Das Ergebnis


Die direkt Begünstigten sind ältere Menschen und ihre Familienmitglieder in den Ebola-Risikogebieten Nord-Kivu und Ituri. Durch die Präventions- und Aufklärungsarbeit kommt es zu weniger Neuinfizierungen und die die Ebola-Ausbreitung wird stark gebremst.   

Was Ihre Unterstützung bringt


Mit einer Unterstützung dieses Projektes, tragen Sie dazu bei, dass ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung von Maßnahmen zur Ebola-Prävention erreicht werden. Dadurch wirken Sie darauf hin, dass die Ansteckungsrisiken stark reduziert werden, die Ausbreitung des Virus minimiert wird und es zu weniger Todesfällen kommt.