Jede Oma zählt
Nahrungsmittelverteilung nach dem Zyklon

Massive Ernteausfälle nach Zyklon Idai - Dringende Hilfe benötigt

05.07.2019

Trotz Erfolge brauchen Mosambik, Malawi und Simbabwe weiterhin dringende Hilfe

„Es war ungefähr um Mitternacht, als ich aus dem Schlaf gerissen wurde,“ erinnert sich Agnes Bello. „Es ging alles so schnell – ich hörte den Zyklon wüten und ehe ich reagieren konnte, stürzte mein Haus über mir zusammen.“ Die 89-Jährige aus Nsanje in Malawi lebte alleine, als sie unter ihrem Haus begraben wurde. Als sie schwerverletzt geborgen wurde, kam sie übergangsweise in ein Auffanglager für die Opfer des Zyklons. „Durch den Unfall kann ich kaum noch laufen. Die Flut spülte alles, was ich besaß weg. Vorher habe ich Gemüse angebaut und verkauft, aber das kann ich nun nicht mehr – selbst wenn ich körperlich dazu in der Lage wäre, ist das Land mit einem Mal so unfruchtbar geworden.“ 



Mit diesem Problem ist Agnes nicht allein. Hunderttausende Menschen in Malawi, Simbabwe und Mosambik müssen sich fast vier Monate nach dem Zyklon Idai auf massive Ernteausfälle einstellen. Die Flut hat den Boden versalzen und in weiten Regionen unbrauchbar gemacht. Besonders in ländlichen Regionen, wo die meisten Menschen aus den Erträgen der Landwirtschaft leben, ist dies fatal.

HelpAge arbeitet gemeinsam mit lokalen Partnern wie MANEPO in Malawi und internationalen Akteuren eine Hungersnot zu vermeiden. Im Zentrum dieser Bemühungen stehen die Ausgabe von Nahrungsmittelpaketen, die Verteilung von dürreresistentem Saatgut und Schulungen zu besonders ertragreichen Pflanzensorten

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Es konnten bisher aber auch kleine Erfolge verzeichnet werden. So war dank Bemühungen wie denen von HelpAge und anderen Hilfsorganisationen möglich, eine großen Cholera-Epidemie zu vermeiden. Durch das schnelle Handeln war es möglich, mit Maßnahmen wie Tests an Trinkwasserstellen, sowie der Verteilung von Wasser und Hygieneartikeln den Cholera-Ausbruch der ersten Tage nach dem Zyklon unter Kontrolle zu bringen. 



Agnes hat mittlerweile das Camp verlassen und lebt derzeit bei einer Nachbarin. Das Team von HelpAge besucht sie regelmäßig und bringt ihr Nahrungsmittelpakete und Medikamente. „Ich bin so dankbar, für all diese Hilfe, denn ohne sie würde ich nicht überleben. Ich wünsche mir, dass mein Haus wieder errichtet wird und ich weiter genese, um mich selbst zu versorgen.“