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Hochwasserkatastrophe - schnelle Hilfe für die Betroffenen

Unwetter in Deutschland: Schnelle Hilfe ist dringend notwendig!

Nach dem heftigen Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist die Lage vielerorts noch unübersichtlich – zahlreiche Menschen befinden sich noch immer in Lebensgefahr. Einige Organisationen aus dem Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ (kurz ADH) unterstützen die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes und der Feuerwehren bei den andauernden Evakuierungen und der Suche nach vermissten und verschütteten Personen. Auch wir von HelpAge möchten einen Beitrag zur Nothilfe in den betroffenen Gebieten leisten und sammeln Spenden für das Aktionsbündnis.

Hier können Sie für die Nothilfe zur Hochwasser-Katastrophe in Deutschland spenden:

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Bei Naturkatastrophen wie dieser verlieren die Menschen oft alles, was sie haben. Die aktuelle Situation in Nordrhein-Westfallen und Rheinland-Pfalz bestätigt das: Zusätzlich zu den pysischen Folgen wie beschädigten Häusern, die teilweise drohen einzubrechen, und dem Verlust des gesamten Zuhauses herrschen Angst um Familie und Freunde, Unsicherheit und Hilflosigkeit sowie ein immenses Gefühl der Ohnmacht. Gerade ältere Menschen sind besonders stark von Naturkatastrophen betroffen. Oftmals sind sie aufgrund mobiler und gesundheitlicher Einschränkungen auf spezielle Hilfe angewiesen, z.B. bei Evakuierungen oder auch bei einem Wiederaufbau nach der Katastrophe.

Nothilfe für ältere Menschen weltweit
Weltweit sind ältere Menschen überproportional von Katastophen betroffen. Mehr als 90 Prozent der weltweiten Katastrophenopfer entfielen in den vergangenen zehn Jahren auf Entwicklungs- und Schwellenländer. Rund 75 Prozent der Opfer waren älter als 60 Jahre - obwohl ihr Bevölkerungsanteil im globalen Süden momentan noch bei unter 20  Prozent liegt. Da die weltweiten Hilfsmaßnahmen der Vereinten Nationen jedoch nicht bzw. ungenügend auf die Bedarfe älterer Menschenzugeschnitten sind, erhalten sie in und nach Naturkatastrophen nur geringfügige Hilfe. An dieser Stelle setzt die Arbeit von HelpAge an. Nach Naturkatastrophen wie z.B. Zyklon Idai 2019 leisten wir inklusive Nothilfe für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen. Konkret heißt das, dass wir uns genau auf diese Zielgruppen konzentrieren und sie beispielsweise mit Lebensmitteln versorgen, wenn sie aufgrund mobiler Einschränkungen nicht zu den großen Ausgabenstellen gehen können. So stellen wir sicher, dass die Menschen, die besonders verletzlich und verwundbar sind, auch in akuten Notsituationen nicht vernachlässigt werden.

Katastrophenvorsorge als Präventionsmaßnahme
Ältere Menschen haben einen großen Erfahrungsschatz. Bezieht man sie in die Katastrophenvorsorge mit ein, können sie aufgrund bereits erlebter Krisen aus der Vergangenheit einen wichtigen Beitrag zur Prävention leisten. Daher fördern wir in Regionen, die besonders anfällig für Naturkatastrophen sind, Projekte, die sich der Katastrophenvorsorge annehmen - denn eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel für eine schnelle Reaktion im Notfall. Auf den Philippinen sind wir gemeinsam mit unserem lokalen Partner COSE (Coalition of Services for the Elderly) in der Katastrophenvorsorge tätig und erarbeiten z.B. Evakuierungspläne, die auch die besonderen Bedarfe älterer Menschen berücksichtigen. So gibt es nun in den Projektgemeinden nicht nur eine Notfallsirene, sondern auch ein visuelles Alarmsystem, dass hörgeschädigten Menschen die verschiedenen Warnstufen per Farbcode mitteilen. Zudem werden Evakuierungen praktisch geübt, damit im Katastrophenfall sofort klar ist, was zu tun ist. 

Hochwasser in Deutschland
Bereits heute steht fest, dass durch das Hochwasser in Westdeutschland mindestens 159 Menschen ums Leben kamen und mehr als 650 Menschen verletzt wurden. Über 100 Menschen werden noch vermisst. Auch in Bayern bangen die Menschen noch vor stärkeren Überflutungen. Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin von ADH, berichtet: „Viele Menschen werden nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können. Wo Schäden behoben werden können, werden die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten viel Zeit beanspruchen, denn aktuell hat die Rettung der Menschen oberste Priorität.“ Helfen Sie mit und unterstützen Sie die Betroffenen mit Ihrer Spende - wir leiten Ihre Spende an das Bündnis von Aktion Deutschland hilft weiter!

Die ersten Spenden haben wir am Wochenende bereits gesammelt. Im Hotel Lingemann in Rulle (Landkreis Osnabrück) wurden uns beim regionalen Sportwagentreff die ersten 422 Euro für die Nothilfe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz anvertraut. Vielen Dank an das BNI Chapter Varus sowie alle Spenderinnen und Spender, die unser Bündnis bereits unterstützt haben! Ein ganz besonderer Dank gilt zudem Paul Tausch, der uns als Charity-Partner für dieses Event eingeladen und uns die Möglichkeit gegeben hat, vor Ort dabei zu sein. 

Paul Tausch und Nadine Fels
Paul Tausch (Hotel Lingemann) und Nadine Fels (HelpAge) sammelten am Wochenende gemeinsam 422 Euro für die nationale Nothilfe des Bündnis von Aktion Deutschland Hilft, indem auch HelpAge Deutschland aktiv ist.



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Titelfoto: AWO Mittelrhein_Mommer 
Veröffentlicht am 17.07.2021