Karge Landschaft mit einer abgemagerten Ziege in Afrika

„Die schlimmste Dürre, die ich je gesehen habe“

13.04.2017

Die Hungersnot in Afrika hält weiter an. Mittlerweile sind 23 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Besonders betroffen sind Kenia, Äthiopien, Südsudan, Somalia und Nigeria.


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HelpAge Mitarbeiter erklärt das Ausfüllen von Unterlagen


HelpAge ist in Kenia, Südsudan und Äthiopien aktiv und leistet dort Soforthilfe. Außerdem engagieren wir uns, um neben der kurzfristigen Hilfe die Ernährungssicherung der Menschen in der Region nachhaltig zu verbessern.


Stimmen der Betroffenen:

Koyo Godana, 115 Jahre, 

aus dem Dorf Chokiso in Borena, Äthiopien


„Ich bin 115 Jahre alt und habe viele Dürren miterleben müssen. Doch diese ist die schlimmste, die ich je gesehen habe. Ich lebe mit meiner Tochter und ihren fünf Kindern. Wir gehen weite Strecken, um Feuerholz zu sammeln und es im Dorf zu verkaufen, aber das wird immer schwieriger. Wir brauchen dringend Hilfe, sonst werden wir verhungern.“


Sehr dünne ältere afrikanische Frau

Junges Mädchen und ältere Frau


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Ayanae Ebulon, 72 Jahre, 

Region Turkana, Kenia


"Mein Sohn und meine Tochter sind bereits verhungert. Wir haben sie neben unserem Haus beerdigt. Ich lebe mit meiner Schwiegertochter und der einzigen Enkelin, die mir noch bleibt. Die anderen beiden hatten so viel Hunger, dass sie fortgegangen sind, um etwas Essbares zu finden. Das war vor zwei Monaten und sie sind immer noch nicht zurückgekehrt. Ich habe Angst, dass sie tot sind. Meine Schwiegertochter ist an Tuberkulose erkrankt und seit der Hungerkrise hat sie schwere psychische Probleme. Wir beide können nicht arbeiten. Der Brunnen in der Nähe ist ausgetrocknet. Die Regierung hat Wassertanks errichtet, aber die reichen nicht aus für das ganze Dorf."


Ältere Kenianerin aus der Region Turkana, Kenia


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Eyanae, 90 Jahre, 

Region Turkana, Kenia


"Der letzte Regen ist im Mai 2015 gefallen. Meine Familie leidet und ich bin zu gebrechlich, um zu helfen. Jeden Tag macht sich meine Frau auf, um wilde Früchte zu sammeln. Sie läuft den ganzen Tag. Die Früchte, die sie findet sind giftig und nur nach stundenlangem Kochen essbar. Aber es ist besser als ein leerer Magen. Wir haben angefangen, Aas zu essen. Es ist furchtbar und wir bekommen davon Durchfall, aber wir haben keine andere Wahl!"


Bild einer kenianische Familie


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Stichwort: Ostafrika

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