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Themenschwerpunkt
Wissensweitergabe


Biologische Vielfalt

Altes Wissen fördert biologische Vielfalt

Indigene Gemeinschaften werden als "Hüter der biologischen Vielfalt" gesehen. Lebendiges Umweltwissen lässt sich kaum aus seinem kulturellen Zusammenhang lösen. Wussten Sie zum Beispiel, dass es weltweit mehr als 7.000 Kartoffelsorten gibt? Der 82-jährige Don Augusto aus der Nähe von Huanta in der peruanischen Region Ayacucho kennt viele davon. Er weiß nicht nur, wie sie heißen und wie sie schmecken. Er weiß auch, welche Sorten auf den Böden rund um sein Dorf gut wachsen, welche unter den Bedingungen vor Ort besonders widerstandsfähig sind. Dieses Wissen ist in keinem Lehrbuch, auf keiner Webseite zu finden, aber von immenser Bedeutung: Ohne die Kenntnisse über die Anpassung der verschiedensten Obst- und Gemüsesorten an die jeweiligen Klimabedingungen, wäre der Ernteertrag kleinbäuerlicher Familien vielerorts erheblich geringer.

Artenvielfalt als Lebensretter

HelpAge fördert die Weitergabe von lokalem Wissen und damit die biologische Vielfalt. So auch in Peru, wo die Organisation APU (Asociacion Pacha Uyway) unterstützt wird. Sie bewahrt das Wissen von alten Bauern und Bäuerinnen über den Anbau verschiedener Kartoffelsorten. Die Alten sammeln, tauschen und bauen alte Sorten an, um sie vor dem Aussterben zu schützen und die Artenvielfalt zu erhalten. Dadurch werden die Ernährungsqualität und das Überleben zahlreicher Familien gesichert. Darüber hinaus vermitteln die alten Landwirte ihren Enkeln das notwendige Wissen um Anbau und Pflege. Die Generationen rücken wieder näher zusammen, die Anerkennung der Alten wächst.

Biologischen Reichtum greifbar machen

Auch in Deutschland möchte HelpAge die Bedeutung und Erhaltung der Artenvielfalt angesichts eines bedrohlichen Klimawandels und einer sich ausbreitenden Nahrungsmittelkrise in Lateinamerika in der Öffentlichkeit bekannter machen. Dafür wurde zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt die Kampagne „Kartoffelspuren“ ins Leben gerufen. Dabei konnten Schüler in Schulgärten selber verschiedene Kartoffelsorten anbauen und bekamen im Unterricht traditionelles Wissen rund um die Kartoffel vermittelt. Neben Vorträgen, Kochkursen und Lesungen konnten sich Interessierte auch in Restaurants mit besonderen Kartoffelgerichten geschmacklich von den Vorteilen der Artenvielfalt .

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Material:

Flyer "Kartoffelspuren - von Peru nach Osnabrück

Hintergrundpapier Landwirtschaft & Vielfalt | HelpAge Deutschland


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