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Nothilfe für Rohingya

600.000 Flüchtlinge – und täglich kommen mehr dazu
Hintergrund

Hintergrund

Die Rohingya sind eine ethnische Gruppe, von denen die Mehrheit Muslime sind und die seit Jahrhunderten im buddhistisch geprägten Myanmar leben. Sie bevölkern dort hauptsächlich den westlichen Küstenstaat Rakhine, einen der ärmsten Staaten des Landes, den sie ohne eine offizielle Regierungserlaubnis auch nicht verlassen dürfen. Denn die Rohingya gelten als staatenlos. Seit Jahrzehnten verweigert der burmesische Staat ihnen die offizielle Staatsbürgerschaft und die Anerkennung als eine weitere der bisher 135 anerkannten ethnischen Minderheiten des Landes. In Ghetto-ähnlichen Lagern, in denen es an grundlegenden Versorgungsstrukturen mangelt, wurden sie bisher lediglich geduldet. Infolge dieser Gesetzeslage wurden und werden den Rohingya ihre Rechte zu studieren, zu arbeiten, zu heiraten, ihre Religion zu praktizieren, politisch zu partizipieren und Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu erhalten systematisch beschränkt.

Hunderttausende Rohingya sind aufgrund von anhaltender Gewalt, Diskriminierung und Verfolgung im Laufe von vielen Jahrzehnten immer wieder in die Nachbarländer Thailand und Malaysia sowie andere südostasiatische Länder geflohen. Vor der Eskalation Ende August diesen Jahres schätzten die Vereinten Nationen, dass es in Südostasien bis zu 420.000 Rohingya-Flüchtlinge gibt. Darüber hinaus gab es in Myanmar selbst rund 120.000 intern vertriebene Rohingya. Laut Human Rights Watch sind die Rohingya eine der am stärksten verfolgten und diskriminierten ethnischen Volksgruppen weltweit.




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