
Pfuna Swissiwana, Mosambik
Alte Menschen gehören in Mosambik zu den Ärmsten der Armen. Vier von Fünf über 60-Jährigen leben in absoluter Armut, d.h. sie müssen mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen. Die HIV/Aids Pandemie verschärft diese Situation noch weiter, denn nach dem Tod der Eltern übernehmen häufig die Großeltern die Fürsorge der verwaisten Enkelkinder. Untersuchungen zeigen, dass mit der Aufnahme dieser Kinder keine Erhöhung der Familieneinkommen einhergeht. Lediglich 12% der Haushalte die sich um Aidswaisen kümmern, erhalten eine kleine finanzielle Unterstützung. Die verheerenden Überschwemmungen der Jahre 2000 und 2001 sowie die nachfolgenden Dürren verursachen Ernteausfälle und steigende Lebensmittelpreise. Dadurch verschlechtert sich die Ernährungssituation sozial und gesundheitlich gefährdeter Gruppen, wie die der Kinder und Alten, weiter.
In der 1.800 Seelen Gemeinde Mulotana nahe der Hauptstadt Maputo leben vorwiegend alte Menschen. In den letzten beiden Jahren haben sie begonnen sich angesichts dieser Entwicklungen zusammen zu schließen. Ihr Selbsthilfeverein "Pfuna Swissiwana" mobilisiert die Gemeinde und die lokal vorhandenen Ressourcen für landwirtschaftliche Projekte zugunsten älterer Menschen. Und sie sind erfolgreich. Sie bauen nicht nur Gemüse und Obst an, sondern verschaffen sich auch Gehör und Anerkennung bei den Behörden. Hierbei möchte HelpAge Deutschland sie zukünftig gezielt unterstützen.
Wir suchen Spender und Spenderinnen, um 123 alten Menschen in Mulotana die sich um 183 Waisen kümmern bei der Deckung ihrer Grundbedürfnisse und Einforderung ihrer Rechte zu unterstützen. An erster Stelle steht die Ernährungssicherung, eine medizinische Grundversorgung und die Beschaffung der Geburtsurkunde bzw. eines Personalausweises für alle Kinder. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass die Kinder eine minimale staatliche Unterstützung erhalten und zur Hauptschule gehen können. Erfahrene lokale Partnerorganisationen von HelpAge International werden die engagierten Alten von "Pfuna Swissiwana" schulen und ausbilden zu Themen wie HIV/Aids, Ernährung, Grundrechte und wie man mit staatlichen Behördenvertretern verhandelt. Sie werden Saatgut, Arbeitsgerät, Schulmaterialien und eine psychosoziale Betreuung erhalten. Für fünf besonders arme und benachteiligte Familien wird im Rahmen einer gemeinsamen Aktion ein einfaches Haus gebaut. 20 Aidswaisen, die keine Geburtsurkunde haben und noch nie zur Schule gegangen sind, sollen mit Hilfe der Schulbehörde Ausweise und Stipendien erhalten.