
Soforthilfe Ostafrika
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Unsere Hilfe
Die Soforthilfe für die Dürreregionen in Ostafrika ist nun voll angelaufen. In Kenia und Äthiopien werden insgesamt mehr als 53.000 Menschen mit Nahrungsmitteln und Wasser versorgt. Erste Maßnahmen sind auch auf die mittelfristige Rehabilitation ausgerichtet. Partner dieser Hilfsmaßnahmen sind AWO International, die Johanniter-Unfallhilfe, die Stiftung NAK-karitativ und das Missionswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland mit deren Unterstützung insgesamt mehr als 500.000 Euro eingesetzt werden können.
- 1800 Haushalte im Süden Äthiopiens – insbesondere mit älteren Familienmitgliedern – werden mit Nahrungsmitteln und Tierfutter sowie kleinen Geldsummen unterstützt. Der Geldzuschuss dient als Lohn für ihre Beteiligung bei der Reparatur von Brunnen und lokalen Wasserreservoirs. Hierfür wurden insgesamt 75.000 Euro zur Verfügung gestellt.
- 3000 Menschen (davon etwa 500 Ältere) in der Region Mandera in Kenia - eine der am stärksten von der Dürre betroffenen Gebiete – wurden mit Nahrungsmitteln und Wasseraufbereitung versorgt. Diese Region wird hauptsächlich von Flüchtlingen aus dem benachbarten Somalia bevölkert. Hierfür konnten bereits im August kurzfristig 30.000 Euro bereitgestellt werden.
- 40000 Menschen – unter ihnen 4500 Ältere – werden von Oktober bis März in der Region Mandera mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Wasserkanistern und Seife versorgt. Die Gemeinschaftsarbeit in 20 Dörfern zur Beseitigung von Tierleichen wird durch kleine Geldleistungen unterstützt. Gleichzeitig wird auch schon in die Zukunft geschaut, indem Brunnen repariert und Toiletten für eine Verbesserung der hygienischen Situation gebaut werden. Insgesamt 400.000 Euro werden hierfür aufgewendet.
Die Hilfe kommt an
Abdiya Mohammoud Osman (74 Jahre) aus dem kleinen Dorf Hasabitto in der Region Mandera ist eine der Empfängerinnen unserer Hilfe.
Sie hat sieben eigene Kinder und 9 Enkel. Zwei ihrer Söhne sind schon vor sieben Monaten mit dem Vieh an die äthiopische Grenze gewandert auf der Suche nach Wasser und Abdiya ist jetzt die Einzige, die sich um die Kinder kümmert. Einer ihrer Söhne hat sich kürzlich bei ihr gemeldet – er benötigt dringend Bargeld, um überhaupt Wasser für das Vieh zu erhalten, denn die Gemeinden an der Grenze geben das auch nicht umsonst ab.
Als wir Abidya im örtlichen Laden treffen, hat sie gerade für ihren Nahrungsmittelgutschein 15 kg Reis, 2 Kilo Zucker, 4 Kilo Maismehl, 1 Paket Salz, 6 Packungen Nudeln und zwei Packungen Tee eingepackt. Für sie und ihre Enkel wird das für etwa 14 Tage reichen. "Ich bin stolz, dass ich jetzt etwas für die Versorgung meiner Familie beitragen kann", erzählt Abidya uns.
Alle Menschen, die wir sprechen, machen uns klar, dass die Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter mit anderen Nachbarn geteilt werden, denn ohne diese gegenseitige Hilfe auch in Notzeiten würden die Menschen nicht überleben.
Weiter große Herausforderungen
Bei der Durchführung der Hilfsprojekte haben unsere lokalen Partner mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. In Mandera ist das gefährliche Dengue-Fieber ausgebrochen und hat schon mehrere Tausend Menschen angesteckt, unter anderem auch Mitarbeiter unserer lokalen Partnerorganisation RACIDA. Durch Entführungen von Mitarbeitern von Hilfswerken hat sich die Sicherheitslage in der Grenzregion verschlechtert.
Hinzu kommt, dass es zwar nach der langen Dürre wieder erste Regenfälle gegeben hat, aber der trockene Boden so viel Wasser in der Kürze nicht aufnehmen kann. Das hat zur Folge, dass viele Straßen sehr schnell unpassierbar werden. Zudem bedeutet der Regen auch nicht eine sofortige Verbesserung der Situation. Auch, wenn jetzt wieder angebaut werden kann, wird die nächst Ernte doch erst in einigen Monaten erfolgen. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist also immer noch überlebenswichtig.
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