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NETZ Bangladesch

Projektbeschreibung
Hintergrund

Projektbeschreibung

Hilfe zur Selbsthilfe in Bangladesch
"Ohne die Gruppentreffen hätte ich niemals von der Altersrente erfahren. Die Gruppe hat mir in vielen Belangen sehr geholfen. Oft kommen andere Frauen vorbei und erkundigen sich, ob mit meinem Vieh alles in Ordnung ist. Mittlerweile konnte ich sogar wieder Geld sparen. Für lange Zeit war das undenkbar." So fasst die 70-jährige Manoda eindrucksvoll das zusammen, was entsteht, wenn man alte Frauen zusammenbringt und mit einfachen Mitteln unterstützt, ihren Lebensabend selbst in die Hand zu nehmen. HelpAge kooperiert dazu mit NETZ e.V. – die deutschen Bangladesch-Experten können im Gegenzug ihre Altenaktivitäten weiter ausbauen.

Eine neue Allianz für die Alten
Seit 1989 engagiert sich NETZ unter dem Motto "weniger Hunger und mehr Gerechtigkeit" über konkrete Selbsthilfe-Projekte in den Bereichen Ernährung, Bildung und Menschenrechte in Bangladesch. Dabei arbeitet die in Wetzlar ansässige Organisation partnerschaftlich mit qualifizierten, in der Bevölkerung verankerten lokalen Organisationen zusammen und unterstützt Menschen, die von Armut besonders betroffen sind, bei der Überwindung ihrer Probleme. Arbeitsfelder sind die Schaffung von nachhaltigen Einkommensmöglichkeiten für extrem arme Menschen, die Mitsprache der Benachteiligten (besonders Frauen), die gewaltfreie Lösung von Konflikten bzw. das friedliche Zusammenleben von Muslimen, Hindus, Christen und Buddhisten sowie die kulturelle Identität und Selbstbestimmung von Minderheiten und die Verwirklichung der Menschenrechte im ländlichen Raum. Ältere Menschen werden seit vier bis fünf Jahren dabei als Teil der Projekt-Zielgruppen immer relevanter und machen als bedingt Arbeitsfähige derzeit ca. 10% der NETZ-Begünstigten aus.

Altersgerechte Projektunterstützung
Ziel der HelpAge-NETZ-Kooperation ist es, 570 ältere Menschen (bes. Frauen) in vier Landesregionen in die Lage zu versetzen, selbstständig bzw. durch die Unterstützung ihrer Familie Einkommen zu erwirtschaften, welches ihnen zwei bis drei nahrhafte Mahlzeiten am Tag ermöglicht sowie darüber hinaus für Notzeiten zurückgelegt werden kann. Zudem gilt es, die Solidarität innerhalb der Dorfgruppen zu stärken, d.h. Gruppenmitglieder, die in der Lage sind, anspruchsvollere Produktionsprozesse eigenständig zu organisieren, sollen zunehmend Verantwortung für die Älteren und Schwächeren in der Dorfgruppe übernehmen. Darüber hinaus soll auch die soziale Inklusion älterer Menschen erhöht werden, d.h. sie werden durch ihre Zugehörigkeit zur Dorfgruppe zu respektierten Mitgliedern des Dorfes.
Die dazugehörigen Aktivitäten zielen einerseits darauf, die 10-20 ärmsten alten Frauen eines Dorfes in Kleingruppen zusammenzuschließen und ihnen, je nach noch vorhandener Arbeitsfähigkeit und einer gezielten Stärken-Schwächen-Analyse des familiären Umfeldes, bedarfsorientiert Produktionskapital (Nutztiere, gepachtetes Anbauland, Saatgut, Barauszahlungen) und entsprechendes Training (Schulungen zu Geflügelzucht oder Gemüseanbau) für den Start eines kleinen Unternehmens oder eine verbesserte Vermarktung zukommen zu lassen. Die begleitende Einrichtung eines Risikofonds garantiert bei Verlusten durch Tierkrankheiten oder Naturkatastrophen, dass die Begünstigten nicht in die Armut zurückfallen. Gleichzeitig wird den Gruppenmitgliedern durch Workshops ermöglicht, ihr Selbstbewusstsein zu stärken, um für ihre Interessen und Rechte auch gegenüber öffentlichen Stellen einzutreten, z.B. für die ihnen zustehenden Beihilfen aus dem staatlichen Sicherungsnetz (Alten- und Witwenrente). Die aktive Dorfgruppe trägt darüber hinaus für die Unterstützung der Gleichaltrigen, die nicht mehr in der Lage sind zu arbeiten, Sorge – z.B. durch die Anschaffung und den Verleih einer Rikscha, deren Mieteinnahmen den nicht arbeitsfähigen alten Dorfmitgliedern zugutekommen. Ältere Menschen mit Behinderung erhalten schließlich über das Projekt entsprechende Hilfsmittel (Rollstühle oder Hörhilfen) und je nach Schwere finanzielle Unterstützung bei der Behandlung von Krankheiten.


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