SPENDEN | MITMACHEN | STARTSEITE | ÜBER UNS | AKTUELLES | LINKS | MATERIALIEN | KONTAKT | JEDE OMA ZÄHLT


Bild zum Thema
   

NAK - Äthiopien

Projektbeschreibung
Hintergrundinformationen

Projektbeschreibung

Viehhaltung in Zeiten des Klimawandels
Die südäthiopischen Distrikte Dire, Miyo und Arero gehören zu den am stärksten dürregefährdeten Gebieten in der Grenzregion zu Kenia. Die (Wander-)Viehwirtschaft mit Rindern, wie sie die dortigen Bevölkerungsgruppe der Boran betreibt, konnte als eines der ältesten Landnutzungssysteme am Horn von Afrika lange Zeit die mal mehr, mal weniger harsche Savannenumgebung optimal nutzen. In Zeiten von Bevölkerungsdruck, damit verbundenem Weidelandverlust sowie immer unberechenbarer werdender klimatischer Extremereignisse kommt diese traditionelle Nutzung heute jedoch an ihre (natürlichen) Grenzen. Besonders die eher sesshaften Alten der Borena-Gesellschaft brauchen für eine verbesserte Widerstandsfähigkeit bei Dürren also eine breitere Existenzgrundlage. Die kann durch die Vermarktung von Harzen und Honig, die beim Hüten als Nebenprodukte aufgelesen werden, oder durch die Mast einzelner Tiere nahe am Haus geschaffen werden.

Starke regionale Partner
Unser Partner HelpAge International ist über sein Länderbüro in Addis Abeba, Äthiopien, seit mehreren Jahren in Borena v.a. im Kontext der wiederkehrenden Nothilfe aktiv, hat seit kurzem ein kleines Regionalbüro in der Provinzhauptstadt Yabello (mit zwei Vorort-Kräften) und arbeitete bisher mit verschiedenen äthiopischen Partnern zusammen. Ihr aktueller Projektpartner in Borena ist die noch junge Organisation GPDI, die als Basisorganisation einerseits aus den halbnomadischen Viehhirten heraus entstanden ist, andererseits sehr innovativ arbeitet. So konnte GPDIs Idee, während der letzten großen Dürre 2011 Schnittgras aus anderen Teilen des Landes herbeizuschaffen, viele Rinderbestände retten.

Überleben sichern
Das mit Mitteln der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V. (NAK Süd) finanzierte Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und unterstützt im südäthiopischen Grenzgebiet gut 1.200 alte Menschen und Enkelkinder (sowie weitere 7.200 Familienmitglieder) dabei, ihre traditionelle, auf der (Wander-)Viehwirtschaft beruhende Lebensgrundlage zu diversifizieren. Das kann z.B. durch die Erschließung kleinerer Märkte für land- und forstwirtschaftliche Nebenprodukte (Gemüse, Honig, Harze) oder die Entwicklung kleinerer Geschäftsideen (Handel mit Zucker, Schreibwaren) geschehen. Zudem werden die Alten mit ihren traditionellen Erfahrungen aktiv in laufende Katastrophenpräventionsmaßnahmen einbezogen. Schließlich erhalten die Alten, die besonders bedürftig und entsprechend mittellos sind, monatliche Sozialtransfers.


____________________________________________________________

<< 1 | 2 | >>
Zum Seitenanfang Seite 1