SPENDEN | MITMACHEN | STARTSEITE | ÜBER UNS | AKTUELLES | LINKS | MATERIALIEN | KONTAKT | JEDE OMA ZÄHLT


Bild zum Thema
   

Förderung der Menschenrechte älterer Menschen in Moldawien

Projektbeschreibung
Hintergrund

Projektbeschreibung

Alte Menschen sind die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe in Moldawien. Die Wahrscheinlichkeit, von Armut betroffen zu sein, wächst mit steigendem Alter. Hinzu kommt, dass laut einer Studie mehr als ein Viertel der älteren Menschen im Land schon Gewalt und Missbrauch erfahren haben, insbesondere Frauen.

Das dreijährige Projekt »Förderung der Menschenrechte älterer Menschen und Frauen in Moldawien« zielt auf einen verbesserten Umgang mit dem Problem von Gewalt und Missbrauch aufgrund von Alter und Geschlecht auf den verschiedenen Ebenen der Gesellschaft. Um dies zu erreichen, werden sowohl staatliche Institutionen, als auch Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und zivilgesellschaftliche Organisationen eingebunden. So sollen verbesserte Schutz- und Hilfsmaßnahmen für Opfer von Gewalt und Missbrauch entstehen. Durch das Projekt werden 56.000 Menschen erreicht, darunter rund 12.000 Rentner, von denen ein Großteil durch Krankheit, Behinderung, soziale Isolation oder geringes Einkommen als besonders vulnerabel gilt. Außerdem richtet sich das Projekt an Mitarbeitende der multidisziplinären Teams der Regierung, Universitätsdozenten, Mitarbeitende von NGOs sowie an Mitglieder von lokalen Basisorganisationen. Die Projektaktivitäten finden in der Hauptstadt Chişinău und in 24 von 32 Distrikten in allen Regionen des Landes statt. Das Projekt startete im September 2016 und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Ausgewählte Projektaktivitäten

Zu den Kernaktivitäten des Projekts gehören die Aus- und Weiterbildung von Mitgliedern der multidisziplinären Teams (MDT). Die moldawische Regierung arbeitet auf Distriktebene mit MDTs, die sich aus Vertretern der Polizei, der Ordnungs-, Sozial-, Arbeits- und Jugendämter, der Gesundheitsbehörden und weiterer staatlicher Einrichtungen zusammensetzen. Zu ihren Aufgaben zählt neben der Unterstützung und Beratung für Opfer von Menschenhandel auch die häusliche Gewalt. HelpAge führt regionale Trainings für 240 Mitarbeitende von MDTs zur besseren Erfüllung ihrer Aufgaben im Bereich der häuslichen Gewalt durch.

Weil es bei der universitären Ausbildung von Sozialarbeitern an entsprechenden Modulen mangelt, beteiligt sich HelpAge an der Erstellung von Trainings- und Lehrmodulen, um die Themen Gewalt und Missbrauch in die Lehrpläne zu integrieren. Zudem werden 50 Dozenten an drei Universitäten zu den neuen Lehrmodulen weitergebildet.

Zur Förderung der Managementfähigkeiten der Organisationen erhalten Mitarbeitende von 13 NGOs ein intensives Training. Anschließend bekommen fünf lokale Altengruppen durch speziell ausgebildete Mentoren Trainings zu den Themen Menschenrechte, Gender, Alter und Gewalt und Freiwilligenarbeit.

Nationale Sensibilisierungskampagnen und mediale Öffentlichkeitsarbeit sorgen dafür, dass die Allgemeinheit auf das Problem von Gewalt und Missbrauch aufmerksam wird. Um die Lobbyarbeit für das Thema zu verstärken, werden mit den zuständigen Ministerien halbjährliche Treffen durchgeführt, bei denen Politikvorschläge und Gesetzesänderungen diskutiert werden.


____________________________________________________________

<< 1 | 2 | >>
Zum Seitenanfang Seite 1