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Humanitärer Schutz für
ältere Menschen und
Menschen mit Behinderungen

Projektbeschreibung
Hintergrundinformationen

Projektbeschreibung

Humanitärer Schutz für
ältere Menschen und
Menschen mit Behinderungen

Die humanitäre Situation für Geflüchtete in Jordanien sowie für ältere und vulnerable Menschen der jordanischen Bevölkerung verschlechtert sich zunehmend. Viele Menschen leben weit unterhalb der Armutsgrenze; Aufgrund ihrer besonderen Lage und ihren Bedürfnissen habe sie oftmals Schwierigkeiten, Zugang zu Leistungen und zur Basisversorgung zu erhalten. Dienste sind oftmals so gestaltet, dass ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung aufgrund bestimmter Herausforderungen ausgeschlossen werden – z.B. fehlen Ausweisdokumente, sind Anlaufstellen nicht barrierefrei oder werden Altersgrenzen gesetzt. Dieses führt zu Diskriminierung, sozialer Isolation, Armut und Vertreibung. Durch die Ignoranz ihrer Bedürfnisse und Rechte, werden diese vulnerablen Menschen an den Rand der Gesellschaft gedrängt, obwohl sie mit ihren Ressourcen einen wichtigen Beitrag zum Leben in der Gesellschaft leisten können.

Viele Hilfsorganisationen bieten Maßnahmen zur Unterstützung im Land an, die jedoch ältere und vulnerable Menschen nicht erreichen. Somit wird die Ausgrenzung der Menschen ausgebaut. Hilfsorganisationen gehen dabei häufig davon aus, dass spezialisierte Organisationen den Bedarf der Zielgruppe abdecken. Aufgrund der großen Anzahl bedürftiger, älterer Menschen und Menschen mit Behinderungen kann der Bedarf dieser Zielgruppe jedoch nicht durch die Unterstützung vereinzelter Organisationen abgedeckt werden. Auch im Hinblick auf die SGDs und dem damit verknüpften Credo „Niemanden zurückzulassen“, ist es notwendig, die Arbeit von Hilfsorganisationen inklusiver zu gestalten. Hier knüpft das aktuelle Projekt von HelpAge an.

Zur Stärkung des humanitären Schutzes und zur Reduzierung der Armut von besonders gefährdeten Menschen in Jordanien unterstützt HelpAge mit diesem Projekt ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen. Ziel ist es, sowohl älteren Menschen (Einheimische und Geflüchtete) als auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Vulnerabilitäten einen besseren Zugang zur Basisversorgung zu ermöglichen sowie ihre allgemeine Lebensgrundlage zu verbessern. Dazu soll über den Aufbau von Kapazitäten und maßgeschneiderten Unterstützungsangeboten für Organisationen der humanitären Hilfe, langfristig ein verbessertes Umfeld für die Menschen entstehen und ihnen ermöglicht werden, ein selbstbestimmteres Leben in Würde zu führen.



Dazu wird zunächst der Bedarf vor Ort ermittelt und Wissenslücken identifiziert, um ein Konzept zu entwickeln, wie die Inklusion älterer Menschen und Menschen mit Behinderung in Maßnahmen der humanitären Hilfe erfolgen kann. Aufbauend darauf wird ein Trainingsprogramm für Hilfsorganisationen vor Ort entwickelt und mit diesen durchgeführt. Hierbei soll den Organisationen die Relevanz einer Alters-inklusiven Gestaltung von humanitären Maßnahmen vermittelt werden. Durch das Training und den Transfer der wichtigsten Werkzeuge und Fachwissen aus dem Bereich Alter und Inklusion werden die Beteiligten befähigt, nachhaltig und über den Zeitraum des Projektes hinaus den humanitären Schutz besonders vulnerabler Gruppen zu sichern. Dazu wird ein Ressource Center eingerichtet, um Trainingsmaterialien zu erstellen, Trainings durchzuführen, technische Unterstützung zu leisten sowie am Mainstreaming des Themenbereichs „Alter“ in die Programme der beteiligten Organisationen zu arbeiten. So wird bewirkt, dass die Inklusion des Themas „Alter“ in den Organisationen zunehmend Beachtung findet und in deren Projekten und Maßnahmen berücksichtigt wird. Dazu erhalten die Organisationen maßgeschneiderte technische Unterstützung und Schulung durch unsere technischen Berater.

Durch eine finanzielle Unterstützung der Organisationen sollen zudem anschließend konkrete inklusive Projekte, die ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen einschließen, realisiert werden. Inklusivere und gezielte humanitäre Interventionen werden so eine Auswirkung auf lokaler und nationaler Ebene haben und den geschulten Organisationen die Möglichkeit bieten, ihre inklusiven Projekte auf regionaler und internationaler Ebene zu replizieren. In diesem Prozess werden die Organisationen von HelpAge unterstützt und begleitet.



Das Projekt wird durch das
Auswärtige Amt sowie durch die
Neuapostolische Kirche gefördert.



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