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Katastrophenprävention
Bangladesh

Projektbeschreibung

Projektbeschreibung

Der Klimawandel – Eine Bedrohung für Bangladesch
Bangladesch gehört zu den Least Developed Countries, den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Rund drei Viertel der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, etwa ein Drittel gilt als extrem arm. Monsunregen, Hochwasser und Wirbelstürme führen in Bangladesch regelmäßig zu Überflutungen und forderten seit 1970 mehrere Zehntausend Todesopfer. Das Land zählt zu den drei am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern der Welt. Wenn der Meeresspiegel wie befürchtet ansteigt, wird bis 2030 ein Drittel der Gesamtfläche des Landes im Meer verschwinden. Dabei gehen nicht nur große Anbauflächen verloren, es werden Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben.

Potentiale der Alte werden übersehen
Studien gehen davon aus, dass aus den dicht besiedelten Küstenregionen möglicherweise 75 Millionen, rund die Hälfte der Einwohner des Landes, durch den Anstieg des Meeresspiegels und durch tropische Stürme vertrieben werden könnten. Diese würden sich aufgrund der ohnehin hohen Bevölkerungsdichte voraussichtlich nicht in Bangladesch, sondern in Nachbarländern ansiedeln. Spannungen wären dann absehbar. Umso wichtiger erscheint eine funktionierende Katastrophenprävention. Das traditionelles Wissen alter Menschen für die Vorhersage von und das richtige Verhalten in Katastrophen wird dabei jedoch bisher kaum genutzt. Ältere Menschen werden in Bangladesch im Katastrophenmanagement kaum berücksichtigt, weder in ihrer Rolle als Opfer noch mit ihren Fähigkeiten im Bereich von Prävention und Nothilfe.

Alte Menschen als Akteure der Katastrophenprävention
Das Auswärtige Amt unterstützte mit 140.000 Euro das HelpAge-Partnerprojekt RIC Bangladesh, welches besonders alte Menschen als Akteure der Katastrophenprävention stärken soll. Das 15-monatige Projekt fand in Küstenregionen statt, die stark katastrophenanfällig sind. Zielsetzung des Projektes war es, diese Kenntnisse und Fähigkeiten alter Menschen bei der Katastrophenvorsorge stärker einzusetzen und zu fördern. Dazu wurden Seniorenkomitees gebildet, deren Mitglieder in der Katastrophenprävention und im Katastrophenschutz ausgebildet wurden. Bei der Entwicklung lokaler Aktionspläne für das Katastrophenmanagement wurden die speziellen Bedürfnisse alter Menschen besonders berücksichtigt. Insgesamt wurden 35.000 alte Menschen mit ihren Familienangehörigen in 190 Dörfern erreicht.


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