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Telekom unterstützt
Katastrophenvorsorge in Haiti

Das Projekt
Hintergrund

Das Projekt

Gefördert durch die Deutsche Telekom startet HelpAge jetzt gemeinsam mit der Johanniter Unfallhilfe ein neues Projekt in Haiti, das die Katastrophenvorsorge fördern sowie die Ernährungssituation der Bevölkerung verbessern soll.

Haiti leidet nicht nur weiterhin unter den Folgen des schweren Erdbebens vom Januar 2010, politischer Instabilität und Armut, sondern auch unter den Auswirkungen des Klimawandels. Denn als Inselstaat im karibischen Hurrikan-Gürtel wird Haiti regelmäßig von immer häufigeren und stärkeren Tropenstürmen getroffen. Dazu kommen weitere zu erwartende Wetterextreme, die Dürren, Überschwemmungen oder Schlammlawinen auslösen können.

Der staatliche Katastrophenschutz hat viele Schwächen und das Wissen der Bevölkerung zum Thema Katastrophenvorsorge ist gering. Auch ist die Mehrheit der Landbevölkerung 60 Jahre und älter, und hat aufgrund der großen Armut und altersbedingten körperlichen Schwächen zusätzliche Schwierigkeiten, mit den Auswirkungen von Naturkatastrophen umzugehen und sich wirtschaftlich davon zu erholen.

Auch wenn seit dem Erdbeben 2010 viele Hilfsorganisationen im Land aktiv geworden sind, haben sich die meisten doch auf Nothilfe und Wiederaufbau konzentriert, nicht aber auf Katastrophenprävention. Katastrophenprävention erfordert in Ländern, die bereits geschwächt sind und daher eine geringere Widerstandsfähigkeit mitbringen, vor allem die Stärkung dieser Widerstandsfähigkeit (Resilienz). Denn ein Naturereignis wird erst dann zu einer Katastrophe, wenn Staat und Bevölkerung überfordert sind, mit seinen Auswirkungen fertig zu werden.

Widerstandsfähigkeit stärken: Schwerpunkte des Projektes
Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Stärkung der Widerstandsfähigkeit der haitianischen Landbevölkerung in den Distrikten Léogâne und Jacmel. Es werden 20.000 Menschen erreicht. Das Projekt hat eine Laufzeit von 12 Monaten.

Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit ist insbesondere für Bevölkerungsgruppen notwendig, die ohnehin oftmals diskriminiert und nicht ausreichend bei Planungen berücksichtigt werden. In Haiti – wie auch in vielen anderen Ländern – sind dies besonders Menschen mit Behinderung und ältere Menschen. Deshalb ist es wichtig, deren Resilienz zu fördern bzw. in den lokalen Katastrophenschutzplanungen ihre besonderen Bedürfnisse zu berücksichtigen und ihre Fähigkeiten zu nutzen.

Drei zentrale Lebensbereiche der haitianischen Landbevölkerung stehen im vorliegenden Projekt im Vordergrund: Ernährung, Wiederaufbau und Katastrophenschutz.

Ernährung spielt in zweifacher Hinsicht eine Rolle, wenn es um die Stärkung der Widerstandsfähigkeit geht: Zum einen wird die Bevölkerung durch eine verbesserte Ernährung in ihren physischen Abwehrkräften gestärkt, zum anderen werden die Auswirkungen von Katastrophen durch den Eigenanbau von Gemüse gemildert. Aktuell ist es so, dass viele Feldfrüchte nur für den Verkauf angebaut und von den Einnahmen aus den USA importierte Nahrungsmittel eingekauft werden. Letztere sind oft weniger nährstoffreich und schaffen eine Abhängigkeit von Geld. Der Eigenanbau von Feldfrüchten, die in Haiti wachsen, ist nicht nur kostensparend, sondern sorgt auch für Nährstoffreichtum und einen abwechslungsreicheren Speiseplan.

Verbesserte Ernährungssicherung soll mit den folgenden Aktivitäten erreicht werden:

Beim Wiederaufbau von Häusern wird oft nur das Notwendigste erledigt, da die meisten Menschen arm sind und mit weiteren Naturkatastrophen rechnen. Katastrophenresistentes Bauen mit einfachen Methoden wie einer besseren Verstrebung der Holzbalken des Unterbaus ist jedoch auch ohne hohe Investitionen ist möglich. Durch gezielte Anpassungen im Wiederaufbau sinkt die Verletzungsgefahr und die Bevölkerung erspart sich umständliche Reparaturarbeiten nach jeder neuen Naturkatastrophe.

Katastrophenresistenter Wiederaufbau soll mit den folgenden Aktivitäten erreicht werden:

Als Nichtregierungsorganisationen, die eng mit der Zivilgesellschaft arbeiten, setzen HelpAge und die Johanniter-Unfallhilfe bei der Bevölkerung selbst an, wenn es darum geht, Katastrophen besser vorzubeugen und angemessen auf sie zu reagieren. Der haitianische Staat sieht in seinem nationalen Katastrophenschutzplan vor, Katastrophenschutz-Komitees auf Gemeindeebene und Soforthilfe-Teams auf Dorfebene einzusetzen. Hier ist dringend Unterstützung erforderlich, weil dem Staat Geld und Personal fehlen, den Katastrophenschutz im ländlichen Bereich voranzubringen.

Erhöhte Katastrophenprävention soll mit den folgenden Aktivitäten erreicht werden:

HelpAge und die Johanniter-Unfall-Hilfe haben bereits in den Jahren 2013 und 2014 gemeinsame Maßnahmen in Haiti durchgeführt und sind beide Mitglieder der Aktion Deutschland Hilft, die dieses Projekt ebenfalls fördert.


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