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Stärkung der Resilienz
älterer Menschen auf
den Philippinen




Auswirkungen von Naturkatastrophen und Klimawandel
Die Philippinen gelten laut dem aktuellen UN-Weltrisikobericht (2016) als eines der drei am meisten durch Naturkatastrophen bedrohten Länder der Welt. Einer der stärksten je gemessenen Stürme weltweit, Taifun Haiyan, traf im Jahr 2013 auf die Philippinen und verursachte immense Schäden. Derzeit lebt etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung (94,9 Millionen Menschen) der Philippinen unterhalb der Armutsgrenze. Besonders ältere Menschen sind gefährdet, da sie häufig keine Einkommensquelle haben und so von der Versorgung durch die eigene Familie abhängig sind. Kommen durch die Versorgung typischer Alterserkrankungen noch zusätzliche Ausgaben auf die Haushalte zu, bedeutet dieses oft eine große finanzielle Last für die gesamte Familie. Besonders in Katstrophenfällen sind ältere Menschen auf den Philippinen besonders benachteiligt. Durch ihren oftmals schlechteren Gesundheitszustand sowie durch die reduzierte Mobilität kann eine notwendige Evakuierung erschwert werden. Auch bei anschließenden Hilfeleistungen werden die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen häufig vernachlässigt.

Für die Projektregionen Luzon und den Visayas liegt eine der höchsten Armutsraten der ganzen Philippinen vor. Besonders arme und vulnerable Menschen leben meist in Randgebieten, wodurch sie durch staatliche und sonstige Dienstleistungen oftmals nur schwer erreichbar sind. So ist beispielsweise die medizinische Versorgung gerade für ältere Menschen in Randgebieten kaum gewährleistet. In der Projektregion sind kaum Pläne für Katastrophenvorsorge- und management vorhanden. Wenn doch, sind diese meist nicht auf den tatsächlichen Bedarf der dort lebenden Menschen und auf die regional vorhandenen Risiken abgestimmt. Insbesondere ältere Menschen und Menschen mit Behinderung werden in den Plänen meist gar nicht berücksichtigt. Umso dringlicher ist es, positive Initiativen mit den staatlichen Katastrophenmanagement-Mechanismen zu verknüpfen und das Thema Inklusion auf allen Ebenen zu verankern.

Stärkung der Resilienz älterer Menschen
Ziel des Projektes ist die Stärkung der Resilienz besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen gegenüber Naturkatastrophen. Dazu werden Kapazitäten und Kompetenzen von gemeindebasierten Gruppen, den sogenannten OPAs (Older Peoples Association), in Bezug auf die Katastrophenvorsorge verbessert. Die OPAs sind Organisationen deren Mitgliederschaft aus älteren Menschen besteht. Durch ihre Aktivitäten setzen sie sich für die eigenen Rechte sowie die Rechte vulnerabler Menschen ein und versuchen so, einerseits die Situation der älteren und bedürftigen Menschen zu verbessern und andererseits die Öffentlichkeit und wichtige Entscheidungsträger für die Thematik „Alter“ zu sensibilisieren. In diesem Projekt werden OPAs in den Projektregionen aufgebaut, in denen bisher noch keine vorhanden sind. Zudem werden dort, wo OPAs bereits vorhanden sind, diese in ihren Aktivitäten unterstützt und durch Trainings ihre Kompetenzen erweitert und gestärkt.


Trainingsmaßnahme mit den Mitgliedern einer gemeindebasierten Altenorganisation der Provinz Bulacan

Innerhalb der OPAs als auch in den jeweiligen Gemeindeverwaltungen werden Disaster-Management-Komites (DMC) aufgebaut um die besonderen Bedürfnisse vulnerabler Gruppen besser berücksichtigen zu können und in die Katastrophenvorsorge mit zu integrieren. Ihre Mitglieder werden zum Thema Alter in der Katastrophenvorsorge sensibilisiert und durch Trainings in den Grundlagen der Risikoanalyse aber auch im Projekt- und Finanzmanagement sowie im Konfliktmanagement geschult. Ziel ist die Erstellung von Risikoanalysen und Risikokarten für die Region, um Gefahren besser einordnen und abschätzen zu können. Dabei werden alle Bevölkerungsgruppen der Projektdörfer, sowohl ältere Menschen als auch Menschen mit Behinderung, in den Entwicklungsprozess mit einbezogen. So können spezifische Risiken und individuelle Kapazitäten der einzelnen Gruppen festgestellt werden. Daraus abgeleitet werden schließlich Aktionspläne zur Katastrophenvorsorge erarbeitet. Die OPAs führen in ihren Projektorten eigene Kampagnen durch, um das erlernte Wissen über Katastrophenvorsorge und Anpassung an den Klimawandel, an die gesamte Bevölkerung weiterzugeben. Ein weiterer Bestandteil des Projektes ist das Einrichten von Frühwarn- und Nothilfeeinsatzsystemen, um im Katastrophenfall frühzeitig und angemessen reagieren zu können. Hierzu gehören Schulungen von Lebensrettungsmaßnahmen wie Erste Hilfe oder Wasserrettung. Zudem werden Notfallübungen in den Projektgemeinden durchgeführt und Notfallausrüstungssets den Orten zur Verfügung gestellt. Ebenso werden Informationsmaterialien zum Thema Alter und Katastrophenvorsorge entwickelt und in allen öffentlichen Einrichtungen und auch Schulen verteilt.


Bereitstellung von Notfallausrüstung in der Projektregion Quezon


Training von Lebensrettenden Maßnahmen in der Provinz Cebu


Training von Lebensrettenden Maßnahmen mit einer Projektgemeinde in der Provinz Bulacan

Das Projekt wird durch das das Auswärtige Amt und durch Aktion Deutschland Hilft gefördert.

www.auswaertiges-amt.de
www.aktion-deutschland-hilft.de



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