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REST - Äthiopien

Projektbeschreibung
(Über-)Leben alter Menschen am Horn von Afrika

Projektbeschreibung

Äthiopien – Ein Land trocknet aus
Die aktuelle Krisensituation am Horn von Afrika, in den Worten der Vereinten Nationen (UN) die „schlimmste humanitäre Krise weltweit“, führt uns vor Augen, dass die Dürrekatastrophen der 1980er Jahre mit Nichten der Vergangenheit angehören. Neben Somalia ist dabei Äthiopien besonders betroffen – das Land gehört heute zu den zehn am stärksten durch Dürre bedrohten Ländern der Erde. Nach UN-Angaben wird der weltweite Klimawandel die Lage noch verschlimmern. So ist eine Erhöhung der jährlichen Durchschnittstemperatur um 3,1 Grad bis 2060 zu erwarten. Auch die Regenfälle werden stark abnehmen und das in einem Land, das für seinen Ackerbau auf Regen angewiesen ist. Besonders betroffen sind die Viehzüchter: Durch das zunehmende Tiersterben leidet ihre Nahrungsmittelsicherheit und Überlebensfähigkeit. Die Viehpreise brechen ein und Einnahmequellen für die Bevölkerung gehen damit drastisch zurück. Hinzu kommt, dass die klimatischen Katastrophen in immer kürzeren Abständen erfolgen und keine Erholungszeiten für den Tierbestand und die landwirtschaftliche Produktion mehr ermöglichen.

Ausländische Geber stehen in der Verantwortung
Auch die Bundesregierung hat angesichts der Notsituation vielfach beteuert, dass die Entwicklungszusammenarbeit die Katastrophenvorsorge durch eine angepasste ländliche Entwicklung wieder stärker in den Fokus rücken muss. Die äthiopische Nicht-Regierungsorganisation „Relief Society of Tigray – REST“ hat das längst begriffen und verknüpft seit Anfang der 90er Jahre ihre kurzfristigen Aktivitäten im Bereich Nothilfe und Rehabilitation mit nachhaltigen Entwicklungsaktivitäten. Ziele von REST sind die Reduzierung der chronischen Nahrungsmittelunsicherheit, die Stärkung armer, ländlicher Haushalte, das nachhaltige Ressourcenmanagement und die Entwicklung von Mikrofinanzierungssystemen. Mit dem für 1,5 Jahre vom Bundesentwicklungsministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Projekt „Förderung der Überlebensfähigkeit alter Menschen und ihrer Familien in Tigray, Äthiopien“ unterstützt HelpAge die REST-Aktivitäten für 1100 arme, alte Menschen, ihre Familienangehörigen und weitere Akteuren im Norden des Landes.

Hilfe zur Selbsthilfe
Das Projekt soll einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen älterer Menschen und ihrer Familien in vier Distrikten der Tigray-Region leisten. Einerseits geht es darum, die wirtschaftliche und soziale Lage arbeitsfähiger älterer Menschen und ihrer Familien sowie deren Selbsthilfefähigkeit zu verbessern. So erhalten die Alten die Möglichkeit, sich in Gruppen gegenseitiger Hilfe zu organisieren, gemeinsam einen kleinen Sparfond zu bewirtschaften und über den Zugang zu Kleinstkrediten und die Verteilung von Ziegen, Schafen, Geflügel und Bienen ihre Haushalts- und Ernährungssituation zu verbessern. Andererseits soll die Sensibilität von Regierungs- und Behördenmitarbeitern sowie anderen lokalen Akteuren für das produktive Potenzial älterer Menschen gesteigert werden. Dies geschieht durch Trainings und Aufklärungsarbeit. Das Projekt basiert auf der Erkenntniss, dass ältere Menschen eine wichtige Funktion für das Überleben der Familien in einer von klimatischen Problemen geprägten Situation haben, sie aber kaum in Maßnahmen der wirtschaflichen Entwicklung einbezogen werden.


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