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Humanitäre Hilfe für
südsudanesische Geflüchtete
in Gambella

Projektbeschreibung
Hintergrundinformationen

Hintergrundinformationen

Flucht aus Somalia und dem Südsudan
Seit den andauernden Unruhen im Südsudan wird Äthiopien mit einer großen Anzahl Geflüchteter, insbesondere aus Somalia und Südsudan, konfrontiert. Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind im Juni 2017 etwa 843.400 Geflüchtete in Äthiopien registriert. Registrierte Geflüchtete aus dem Südsudan, Eritrea und Somalia bekommen bei Registrierung automatisch den Flüchtlingsstatus anerkannt, während Geflüchtete aus anderen Ländern Asyl beantragen müssen. Ein erheblicher Anstieg der Anzahl der Geflüchteten erfolgte aufgrund der extremen Dürre und der damit verbundenen Nahrungsmittelknappheit im Südsudan und in Somalia seit September 2016. Zudem hat sich der Konflikt im Südsudan seit Juli 2016 weiter intensiviert. Die Flüchtlingsbewegungen in Nachbarländer steigen damit alarmierend an. Nach Angaben von UNHCR (31.01.2017) wurden bis Januar 2017 1.508.429 südsudanesische Geflüchtete in den Nachbarländern registriert, davon 46,3% in Uganda, 22,7% in Äthiopien, 20,7% im Sudan, 5,5% in Kenia, 4,5% im Kongo und 0,3% in Zentralafrika. Von den etwa 342.400 Südsudanesen sind etwa 328.270 in den Flüchtlingscamps von Gambella registriert, wovon 52.840 seit September 2016 angekommen sind. Durch fehlende Ressourcen und erhöhten Druck auf die Nachbarstaaten, kommt es zu extremen Notlagen bei der Versorgung der Geflüchteten. Da die Krisen in den Nachbarländern vermutlich weiter andauern werden, geht man davon aus, dass die Menschen nicht in absehbarer Zeit in ihre Heimat zurückkehren können. Etwa 40% aller Geflüchteten sind seit über fünf Jahren in Äthiopien, weitere 40% seit über zwei Jahren. Diese Situation stellt Äthiopien vor Herausforderungen, die internationale Hilfe bedarf. Derzeit wird die Grundversorgung u.a. in den Bereichen Nahrung und Gesundheit durch 23 humanitäre lokale und internationale Organisationen sichergestellt. UNHCR schätzt, dass bis Dezember 2017 405.000 südsudanesische Geflüchtete nach Äthiopien kommen werden. Somit müssen Camps vergrößert und mit zusätzlichen Leistungen ausgestattet werden, um den Bedürfnissen der Geflüchteten gerecht werden.

Langjährige Zusammenarbeit
HelpAge unterstützt seit 1992 ältere Menschen in Äthiopien und ist damit die einzige Organisation im Land, die sich auf diese Zielgruppe spezialisiert hat. In Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen ist HelpAge seit 2011 in den Flüchtlingscamps, u.a. auch in der Projektregion Gambella, aktiv. Die Schwerpunkte der Arbeit sind die Verbesserung der Gesundheitsversorgung, Maßnahmen zur psychosozialen Unterstützung, die Einrichtung eines Pflegeservices und die Verteilung von zusätzlichen Nahrungsmitteln. HelpAge förderte inklusive Ansätze und Protection durch die Errichtung von Old People Friendly Spaces, durch die Bildung und Stärkung von Altengruppen und durch Training zum Thema Alter und Inklusion für andere Akteure der humanitären Hilfe.


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