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Age-In-Action

Projektbeschreibung
Hintergrund

Projektbeschreibung

Gemeinsam nicht mehr einsam
Mitte 2013 begann HelpAge mit seinem damals neuen südafrikanischen Partner Age-in-Action einen Ansatz weiterzuentwickeln, den wir bereits mit den hiesigen „Schüler helfen Senioren“-Aktivitäten verfolgen: den Austausch zwischen den Generationen über das praktische "Werkeln" miteinander zu fördern. In der Region Freestate schickten seinerzeit vier Township-Schulen ihre Schülerinnen im Teenageralter als "e-Trainerinnen" an mehreren Nachmittagen pro Woche in vier Altenclubs, um die dortigen Seniorinnen fit zu machen für die neuen Medien. Oder besser gesagt: die alten, teilweise vereinsamten Damen lernten von ihren jungen Lehrerinnen die einfache Kommunikation über das Internet und empfingen Zuneigung. Als Lohn bekamen die Mädchen das geballte Wissen der alten Damen in Sachen Handarbeit (nähen, stricken etc.) zurück. Das war nicht etwa altbacken, sondern sollte den von Haus aus eher benachteiligten jungen Damen helfen, nach der Schule einen ersten eigenen Schritt in die Arbeitswelt zu wagen. Denn Selbstgenähtes ist nicht nur hierzulande hipp! Doch das Beherrschen von Nähmaschinen und Strickmustern wollte gelernt sein und ging nicht ohne die Tipps und Tricks der Seniorinnen. Das gemeinsame Beschäftigen mit neuen Medien und alten Künsten hatte schließlich einen positiven Nebeneffekt: Jung und Alt kamen sich (wieder) näher, gewannen ganz automatisch Empathie für die jeweils andere Altersgruppe, ihre Hoffnungen und Sorgen. Werkeln zur Förderung des Verständnisses zwischen den Generationen – ein vielversprechender Ansatz, der nach Beendigung einer ersten Pilotförderung geradewegs nach einer Fortsetzung schrie ...

Jung trifft alt, und alle lernen
Dank einer Förderung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung kann HelpAge seit Sommer 2015 seine Unterstützung für die Age-in-Action Aktivitäten zum intergenerationellen Miteinander in ausgebauter Form fortsetzen. In der neuen, zweijährigen Projektphase werden explizit auch männliche Interessenten angesprochen – ein Wunsch, der besonders von den Schulen immer wieder geäußert wurde. So kam man zusammen mit dem Projektträger darin überein, die ersten, rein weiblichen "granny-girl-Tandem"-Aktivitäten zwischen vier Schulen und vier Nachbarschafts-Altengruppen in der Fläche und im Angebot auszweiten: Neben dem bereits erprobten Austausch von Computer- und E-Kommunikationskenntnisse bzw. verschiedenen Handarbeitsfertigkeiten werden nun weitere Aktionsideen wie modernes und traditionelles Musizieren, Geschichts- und Nachhilfestunden sowie verschiedene Brett- und Bewegungsspiele bzw. traditionelle Breitensportarten umgesetzt. Dieser Erfahrungsaustausch mit einem erweiterten Kreis aus neun Schulen und Altengruppen hat neben der praktischen Seite auch einen erzieherischen und sensibilisierenden Anspruch. Die 1:1 Partnerschaft - ein festes Tandem aus einem/r SeniorIN und einem/r JuniorIN - schafft dabei die notwendige persönliche Nähe und vertrauensvolle Basis, um sich, quasi nebenbei, über die Nöte und Sorgen des Teenager-Daseins oder des Alterns auszutauschen oder das eigene Rollenverständnis zu reflektieren. Wie verhalte ich mich als "Halbstarker" gegenüber dem anderen Geschlecht? Wo brauchen Ältere meine Hilfe? Wo lohnt es sich, Rat anzunehmen oder selbst zu geben? Fragen, die umso spannender werden, wenn man ihnen mal mit einer anderen Generation nachgeht.

Altenarbeit in Südafrika
Der Projektpartner Age-in-Action, der die intergenerationellen Aktivitäten über sein Regionalbüro in Bloemfontein koordiniert, wurde 1956 gegründet und vereint als nationales Altennetzwerk heute 1200 Mitgliedsorganisationen in allen neun südafrikanischen Provinzen, die auf verschiedensten Ebenen und Organisationsgraden mit alten Menschen oder zum Thema Altern aktiv sind, wie Altenzentren, Seniorenclubs etc.. Age-in-Action unterstützt seine Mitglieder durch Lobbyarbeit (z.B. für einen besseren Zugang zu Pflegeeinrichtungen und zum aktiven Altern), Trainings und Beratungen (z.B. zu Erbangelegenheiten, staatliche Sozialleistungen, Umgang mit HIV/AIDS und Alzheimer) und kleine Einkommensprojekte bei ihren Aktivitäten. Age-in-Action sorgt zudem an (inter-)nationalen oder organisationseigenen Aktions- und Feiertagen - Weltaltentag, Nelson Mandela Tag, Weltaidstag, Großelterntag - für landesweite Aktionen und mediale wie öffentliche Aufmerksamkeit.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Die Stiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie. Weitere Informationen unter www.bingo-umweltstiftung.de


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