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Pflege für chronisch und
unheilbar erkrankte Ältere
in Äthiopien

Chronisch und unheilbar erkrankt in Äthiopien
Qualitative Betreuung für unheilbar und chronisch Erkrankte
Nachhaltiger Ansatz

Chronisch und unheilbar erkrankt in Äthiopien

Chronische Erkrankungen wie z.B. Bluthochdruck, Krebserkrankungen, Diabetes oder Lungenerkrankungen sind in Äthiopien die führende Ursache aller Todesfälle. In der Hauptstadt Äthiopiens, Addis Abeba, leben etwa 3 Millionen Menschen. Hier liegt eine besonders hohe Neuerkrankungsrate von chronischen Erkrankungen und HIV/Aids vor. So können im Beobachtungszeitraum zwischen 2006 und 2009 etwa 51% aller Todesfälle auf chronische Erkrankungen zurückgeführt werden. Dabei sind insbesondere ältere Menschen betroffen. Obwohl Äthiopien in den letzten Jahren die Neuerkrankungsrate von HIV reduzieren konnte, ist die Prävalenz (1,5%) noch immer hoch. Dabei ist die Rate in städtischen Gebieten mit 4,2% deutlich höher als in ländlichen Gebieten mit 0,6%. In 2014 lebten knapp 770.000 Menschen in Äthiopien mit HIV. Da in Äthiopien lange Zeit Infektionserkrankungen wie Malaria und Tuberkulose für den größten Anteil der Krankheitslast der Menschen im Land verantwortlich waren, ist das Gesundheitssystem nicht auf die Prävention chronischer Erkrankungen ausgerichtet. Doch der Bedarf steigt zunehmend und Menschen mit unheilbaren und chronischen Erkrankungen können nicht adäquat durch das System versorgt werden. Dabei ist insbesondere die Versorgung älterer Menschen mit chronischen und unheilbaren Erkrankungen defizitär.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung Äthiopiens keinen Zugang zu einer Gesundheitsversorgung hat. So ist auch für die meisten chronisch Erkrankten keine oder nur eine unzureichend organisierte gemeindebasierte Versorgung verfügbar. So kümmern sich meist die Familien, Freunde oder Nachbarn um die Betroffenen, die jedoch selbst in den Konflikt geraten, da sie einerseits helfen wollen und andererseits aufgrund der eigenen Arbeit und fehlenden Kenntnissen nicht die Möglichkeit haben, eine angemessene Versorgung zu gewährleisten. Kinder von Betroffenen brechen teilweise die Schule ab, um ihre Familienangehörigen zu pflegen. Hinzu kommt die große Armut, in der chronisch Erkrankte selbst leben. Durch fehlendes Einkommen können sie ihre Miete nicht zahlen und haben oftmals kein Geld für ausreichende Nahrungsmittel und Kleidung. Der schlechte Gesundheitszustand durch die mangelnde Versorgung und Therapie von chronischen Erkrankungen wird durch diese sozioökonomischen Faktoren zusätzlich negativ beeinflusst.


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