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Förderung der Rechte
älterer Menschen in Pakistan

Projektbeschreibung
Hintergrundinformationen

Hintergrundinformationen

Soziodemografische Entwicklung in Pakistan

Die Bevölkerungsstruktur Pakistans ist durch eine schnell alternde Bevölkerung gekennzeichnet. In 2012 lebten rund 12 Millionen ältere Menschen über 60 Jahre (6,5%) in Pakistan. Nach Schätzungen wird diese Zahl bis 2050 auf rund 43 Millionen (15,8%) ansteigen. Dabei stellt Armut u.a. aufgrund von fehlenden flächendeckenden sozialen Sicherungssystemen wie Altersrenten oder der kostenfreien medizinischen Versorgung, eines der größten Risiken älterer Menschen in Pakistan dar. Traditionell wurden ältere Menschen und andere benachteiligte Personen wie Menschen mit Behinderung, durch die Familie versorgt. Doch durch die zunehmende Abwanderung jüngerer Menschen in die Städte, bleiben die älteren Menschen allein und ohne Unterstützung von den Verwandten zurück. Älteren Menschen in Pakistan fehlt häufig eine eigene Einkommensgrundlage. Etwa 70% der Bevölkerung erwirtschaftet ihr Einkommen mit Tätigkeiten im Agrarsektor und informellen Sektor (Tagelöhner etc.). Im Alter kann die häufig körperlich sehr anspruchsvolle Arbeit oft nicht fortgesetzt werden. So haben 70% bis 80% der älteren Bevölkerung keine eigene Einkommensgrundlage. Weder auf Landes- noch auf Provinzebene gibt es umfassende soziale Sicherungssysteme, die ältere Menschen unterstützen. Die meisten Menschen haben keinen Zugang zu kostenloser oder bezuschusster medizinischer Versorgung. Alter, Armut und schlechter Gesundheitszustand gehen daher oftmals miteinander einher. Vor allem ältere Menschen leiden häufig unter chronischen Erkrankungen wie Blut-hochdruck, Diabetes oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dessen Erkennung, Behandlung und Prävention nicht priorisiert wird. Die medizinische Versorgung der Erkrankten ist defizitär. Eine bessere Versorgung ist über private Gesundheitsdienstleister verfügbar, allerdings für den Großteil der betroffenen älteren Menschen zu teuer. Krankenversicherungen sind ebenfalls sehr kostspielig – und zudem nur bis zum Alter von 60 Jahren verfügbar.


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