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HelpAge Deutschland erhält Auszeichnung
der Deutschen UNESCO-Kommission


Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Projekt Kartoffelspuren – Von Peru nach Osnabrück des entwicklungspolitischen Hilfswerks HelpAge Deutschland e.V. als Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Aktionen, die die Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.
"Das Projekt Kartoffelspuren zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Angebot, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln", so Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade in Deutschland und Mitglied der Jury.
Unter dem Motto Kartoffelspuren - Von Peru nach Osnabrück will HelpAge mit finanzieller Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) auf die Bedeutung der Artenvielfalt und des nachhaltigen Umgangs mit Lebensmitteln aufmerksam machen. "In Peru hat der Klimawandel großen Einfluss auf die Ernährungssicherheit der Menschen", sagt HelpAge Geschäftsführer Michael Bünte. "Gerade von ihrem traditionellen Wissen können wir viel lernen. Denn durch Patentrechte versuchen große Konzerne, das Saatgut für ihre Geschäfte zu nutzen und bringen die Erzeuger immer mehr in ihre Abhängigkeit." HelpAge unterstützt seit 2008 Projekte, in denen ältere Bauern in den Anden alte regionale Kartoffelsorten wieder zum Leben erwecken und anbauen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Ihr Wissen geben sie an die jüngeren Generationen weiter und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt alter Kulturpflanzen, so Bünte.
Die Deutsche UNESCO-Kommission hat in Deutschland bereits über 1000 Projekte ausgezeichnet: In Schülerfirmen lernen Kinder, ökonomisch sinnvoll wie umweltverträglich und sozial gerecht zu handeln; Kindergärten und Schulen richten ihr Konzept an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung aus, bauen Solaranlagen oder engagieren sich für fairen Handel; außerschulische Träger organisieren Bildungsangebote rund um nachhaltige Entwicklung.

UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014)
Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu - etwa Teamfähigkeit oder interdisziplinäres Denken - vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Wo kaufe ich Kleidung ohne Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei der Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung beantwortet. Mit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung".


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