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UN-Gipfel zu SDGs

Vom 25.-27. September findet in New York der UN-Gipfel zu den Sustainable Development Goals (SDG) statt. HelpAge hat sich stark engagiert, um die Ziele altersgerecht zu gestalten.

Nach langen internationalen Debatten und Verhandlungen werden auf dem UN-Sustainable Development Summit 2015 in New York Ziele und Perspektiven der internationalen Entwicklungspolitik für die kommenden 15 Jahre beschlossen. Im Gegensatz zu den Milleniumentwicklungszielen (MDGs ) der vergangenen 15 Jahre soll das neue Rahmenwerk eine nachhaltige Entwicklung weltweit fördern und fordert auch die Industrieländer heraus, ihr Entwicklungsmodell zu hinterfragen.

Mehr Informationen zum gesamten Prozess und den kontroversen Meinungen hier.

»Leave-no-one-behind« – Raus aus dem Silo-Denken
Die Alterung wird eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte in allen Weltregionen. Die Forderung ‚leave-no-one-behind‘ hat die vergangenen Diskussionen stark geprägt. Insbesondere vulnerable Gruppen sollen in allen Entwicklungsbemühungen im Mittelpunkt stehen. Die verschiedenen Lobbygruppen und internationalen Nichtregierungsorganisationen haben aus diesem Grund ihre jeweiligen Zielgruppen immer wieder in die Verhandlungen und Formulierungen eingebracht. HelpAge hat sich hingegen stark dafür eingesetzt, das Denken in Silos zu überwinden, alle Ziele für ‚alle Altersgruppen‘ (‚of all ages‘) zu formulieren und einen Ansatz vertreten, der eine Lebenslaufperspektive hat. So ist z.B. die Gesundheitssituation einer älteren Frau dadurch geprägt, wie viele Kinder sie unter welchen Bedingungen zur Welt gebracht und aufgezogen hat. Nur die jungen Mütter oder nur die Großmütter in den Blick zu nehmen, wird der Wirklichkeit nicht gerecht.

Ist die Alterung in den neuen SDGs ausreichend aufgegriffen?
In 15 der 17 globalen Ziele der SDGs hat sich dieser neue Ansatz durchgesetzt und Formulierungen wie ‚jeden Alters‘ oder ‚alle Frauen und Mädchen‘ wurden aufgenommen. Besonders freuen wir uns darüber, dass dies auch in Bezug auf das Gesundheitsziel der Fall ist. Damit besteht die Chance, die zunehmende Problematik der chronischen Erkrankungen, die stark mit den Alterungsprozessen zusammenhängt, in Zukunft angemessen in Entwicklungsprogrammen für den Gesundheitssektor anzugehen.

Gleichzeitig haben sich blinde Flecken aus den MDGs in dem neuen Rahmenwerk gehalten. So begrenzen z.B. vorgeschlagene Indikatoren für sexuelle Gewalt gegen Frauen oder die chronischen Erkrankungen die Datensammlung auf bestimmte Altersgruppen; bei der sexuellen Gewalt stoppt die Datensammlung bei 49 Jahren und bei den chronischen Erkrankungen bei 70, obwohl gerade danach hohe Krankheitsrisiken bestehen.

Zur kontinuierlichen und transparenten Bewertung der Umsetzung der SDGs müssen nun in den kommenden Monaten noch die konkreten Indikatoren definiert werden. Hier gibt es für HelpAge weiterhin viel zu tun, um sicherzustellen, dass die Situation älterer Menschen ausreichend einbezogen wird.



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