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Osnabrücker Kartoffelwoche

Vom 1.-7.November richten 18 Restaurants aus Osnabrück und Umgebung die Osnabrücker Kartoffelwoche aus:

Bistro Kraut und Rüben, Cafeteria-Trattoria am Rathaus, Frickes, Garbo (Cinema Arthouse), Gasthof Zu den Linden, Idingshof (Bramsche), Kartoffelhaus, Lagerhalle, Nil, Pizza Poldi, Planeta Sol, Ratskeller, Rosendahls, Speisezimmer (OsnabrückHalle), Vereinshaus Deutsche Scholle, Weinkrüger, Zum Alten Dreschhaus (Kalkriese), Zum Amtsrichter (Malgarten)



Die Osnabrücker Kartoffelwoche ist Teil des Projektes "Kartoffelspuren", das von der Osnabrücker Hilfsorganisation HelpAge mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) durchgeführt wird. Ziel ist es, die Artenvielfalt zu erhalten, auf ihre Bedeutung für die Ernährungssicherheit weltweit aufmerksam zu machen und die Ernährungsqualität auf unseren Tischen zu fördern. Neben den Restaurantbesuchern werden insbesondere Schulen angesprochen, um Kinder und Jugendliche für Artenvielfalt und gesundes Essen zu sensibilisieren.

Mehr zum Projekt Kartoffelspuren und Rezepte aus den beteiligten Restaurants finden Sie hier.

Osnabrücker Gastronomen für Artenvielfalt und Ernährungssicherung

Viele Köche verderben eben doch nicht den Brei. Ganz im Gegenteil. Gastronomen von 18 Restaurants aus Osnabrück und Umgebung wurden von Oberbürgermeister Boris Pistorius im Rathaus zu einem ungewöhnlichen Termin empfangen. Sie brachten verschiedenste Kartoffelgerichte zum Probieren mit, die sie während der Osnabrücker Kartoffelwoche (1.-7.November) ihren Gästen kredenzen werden. Großes Lob hatte der OB für die Gäste, die sich mit ihrer Aktion für Artenvielfalt und „guten“ Konsum engagieren. „Gerade jetzt findet der Weltnaturschutzgipfel in Japan statt und zeigt wieder einmal deutlich, wie gefährdet viele Arten sind“, so Boris Pistorius.

Dass die Osnabrücker Gastronomen der Kartoffel so viel Prominenz einräumen, liegt natürlich auch daran, dass Niedersachsen Kartoffelland ist. Kein anderes Bundesland produziert so viele Kartoffeln, pro Kopf jährlich etwa 500 Kilogramm. Doch nicht nur in Niedersachsen hat die Knolle eine so große Bedeutung. In den Entwicklungsländern zählt sie zu den unentbehrlichsten Grundnahrungsmitteln, die aufgrund ihres hohen Nährwertes und ihrer Anpassungsfähigkeit immer wichtiger für die Welternährung wird.

Und wer weiß schon, dass alle etwa 7500 Kartoffelsorten, die weltweit angebaut werden, aus den peruanischen Anden stammen. Dort hat vor allem ihre Artenvielfalt in den vergangenen Jahrhunderten das Überleben der Menschen gesichert. Denn in Bergregionen zwischen 3000-4500 m Höhe konnten sie nur so unabhängig von den starken klimatischen Schwankungen werden. Diese Vielfalt ist heute durch Klimawandel und einseitige Marktausrichtung sowie die Folgen eines langjährigen Bürgerkrieges bedroht. Um die traditionellen Sorten nicht aussterben zu lassen, sammeln und tauschen alte Bauern im peruanischen Hochland diese untereinander und vermitteln ihren Enkeln das notwendige Wissen um Anbau und Pflege. Und so sind auch Bauern in der Region Osnabrück und Institutionen wie die Fachhochschule aktiv bei der Erhaltung der Artenvielfalt und fördern den ökologischen Anbau.

Darauf macht die Osnabrücker Hilfsorganisation HelpAge Deutschland mit ihrem Projekt „Kartoffelspuren – Von Peru nach Osnabrück“ aufmerksam. Mit Schülern hat sie ungewöhnliche Sorten im Schulgarten angebaut und dann – zum Beispiel mit dem Sternekoch Thomas Bühner - zu leckeren Gerichten zubereitet. Unterrichtsmaterialien und Filmvorführungen haben die Schüler über die Artenvielfalt und die Bedeutung einer gesunden Ernährung aufgeklärt. Zwischen Kartoffelbauern in der Region, die seltene Sorten anbauen, und den Restaurants wurden Kontakte geknüpft.

Die Osnabrücker Kartoffelwoche stellt nun den Höhepunkt des einjährigen Projektes dar, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanziell gefördert wird. Vom 1. November an heißt es für eine Woche: Lassen Sie sich die Bamberger Hörnchen oder die lila Violette schmecken.


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