SPENDEN | MITMACHEN | STARTSEITE | ÜBER UNS | AKTUELLES | LINKS | MATERIALIEN | KONTAKT | JEDE OMA ZÄHLT



Humanitärer Weltgipfel

"Niemanden zurücklassen" – auf dieses Ziel hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die TeilnehmerInnen des Humanitären Weltgipfels in Istanbul (23.-24.Mai) eingeschworen. Damit dies geschieht, müssen endlich auch die Bedürfnisse Älterer in Krisen und Katastrophen ausreichend berücksichtigt werden.

Mit zwei neuen Studien belegt HelpAge, dass ältere Menschen in der humanitären Hilfe weithin übersehen werden.

Zusammen mit verschiedenem internationalen Organisationen hat HelpAge deshalb die Inklusionscharta entwickelt. Dazu gehören u.a. Christian Aid, SOS International, World Vision, Plan International, Islamic Relief und das Sphere Project. Diese Charta fokussiert nicht auf spezifische Zielgruppen, sondern verfolgt einen breiteren Ansatz, um die Forderung 'niemanden zurücklassen' umfassend umzusetzen.

Die Inklusionscharta nennt fünf zentrale Schritte, um eine unparteiische humanitäre Hilfe für die am meisten verletzlichen Gruppen zu erreichen : Partizipation, Daten, Finanzierung, Kapazitäten und Koordination.

Die Charta kann hier unterschrieben werden.

Zwei neue Studien

Für die Studie "Older voices in humanitarian crises : Calling for change" wurden 300 Ältere in der Ukraine, im Libanon und im Südsudan befragt. Die Mehrheit der älteren Menschen (95% im Libanon, 93% im Südsudan und 66% in der Ukraine) waren nicht von Hilfsorganisationen (außer HelpAge) über ihre Bedürfnisse konsultiert worden und hatten keine ausreichenden Informationen über Hilfsmöglichkeiten. Diese neuen Daten stimmen mit Erfahrungen aus vielen anderen Krisen überein. Gleichzeitig haben wir in unserer Arbeit festgestellt, dass alte Menschen oftmals überproportional von Katastrophen betroffen sind. So waren beim Hurrican Katrina in New Orleans 75% der Toten älter als 60 Jahre, obwohl sie nur 16% der Bevölkerung ausmachten. Bei dem großen Tsunami in Japan starben 56% Ältere über 65 Jahre, die nur 23% an der Bevölkerung stellen.

Die Studie empfiehlt, dass

"Die Studie „End the neglect : a study of humanitarian financing for older people" belegt, dass die Unterstützung alter Menschen in der internationalen humanitären Hilfe weit unterfinanziert ist. Dafür hat HelpAge internationale Statistiken seit 2010 ausgewertet und festgestellt, dass weiterhin nur eine verschwindende Zahl von Projekten (2014 = 1 Prozent) gefördert wurden, die die speziellen Bedürfnisse alter Menschen berücksichtigen. Obwohl mehr Geber inzwischen Ältere als Zielgruppe erkannt haben, reicht es nicht, dass alte Menschen neben anderen benachteiligten und vulnerablen Gruppen genannt werden, wenn daraus keine spezifischen Hilfsangebote entwickelt werden.

Zum Download:

Inclusion Charter

End the neglect:
a study of humanitarian financing
for older people


Older voices in humanitarien crisis -
calling for change






______________________________________________
Zum Seitenanfang