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»Stille Heldinnen« in Gütersloh

»Charmütze« Gütersloh und »HelpAge Deutschland« zeigen vom 14. Oktober bis zum 6. November 2014, die Fotoausstellung »Stille Heldinnen – Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/AIDS«, in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Gütersloh am Konrad-Adenauer-Platz.

Eröffnet wird die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte Ausstellung am Dienstag, den 14. September um 17:00 Uhr von Kay Klingsieck, Mitglied des Sparkassenvorstandes, Monika Paskarbies, stellvertretende Bürgermeisterin, Andrea Nordhorn, Mitbegründerin der »Charmütze« Gütersloh und Angelika Schürmann, Referentin von »HelpAge Deutschland«.

»Die Hälfte der zwölf Millionen AIDS-Waisen im südlichen Afrika wächst heute bei ihren Großmüttern auf. Dabei gehören die Alten in Afrika selbst zu den Ärmsten«, erklärt Andrea Nordhorn. »Wir möchten die Menschen in Gütersloh auf das Schicksal dieser Heldinnen aufmerksam machen und sie durch unsere Strick-und Häkelaktion unterstützen. Alle Produkte, die das Label Charmütze haben, werden zugunsten der Großmütter in Afrika verkauft.

Christoph Gödans Portraits erzählen von der Energie, vom Mut und von der Würde alter Menschen in Afrika. Gödan, 1963 geboren, wurde in den 1990er Jahren bekannt durch seine Reportagen über die Kriegs- und Nachkriegsgebiete auf dem Balkan. 2007 reiste der Fotograf mit einem Stipendium nach Tansania und Südafrika. In zwei von HelpAge Deutschland unterstützten Hilfsprojekten portraitierte er das Leben von mehr als 20 Großelternfamilien. Das Besondere: Es sind Familien, in denen die Eltern fehlen. Seit Mitte der 80iger Jahre verbreitete sich die HIV/Aids Epidemie besonders in diesen Regionen in ungeahntem Ausmaß. Ein großer Teil der mittleren Generation infizierte sich mit dieser Krankheit. Mangels geeigneter Therapien und mangels Medikamenten starben viele an dieser Krankheit. »In Tansania konnten wir nur mit Motorrädern zu den abgelegenen Hütten der Alten gelangen«, erzählt Gödan. »Die Lebensbedingungen vieler dieser Familien sind nur noch schwer in Wort zu fassen.«

So wie im Fall der 76-jährigen Gertrud Shabalala aus Südafrika. Sie lebt mit vier Enkelkindern zusammen. Ihre Tochter ist vor zwei Jahren mit 36 Jahren gestorben. Im letzten Herbst starb ihre Schwiegertochter an Aids. Ihr Sohn ist infiziert, seine neue Frau ebenfalls. Die verstorbene Tochter hat Gertrud den kleinen Ntkozo und die vierjährige Thila hinterlassen. Beide sind ebenfalls HIV-positiv. Sie haben sich bei der Geburt infiziert. Bei MUSA, dem HelpAge Projekt, findet Gertrud viel Unterstützung. »Bei MUSA haben wir gelernt, über Sexualität und AIDS zu sprechen, aber wir haben das nicht unbedingt freiwillig gemacht. Ich zumindest nicht. Die Mitarbeiterinnen haben uns erzählt, wie wir auf unsere eigenen Kinder und Enkelkinder zugehen sollen.« Für die Zukunft hofft Gertrud Shabalala vor allem, »dass nicht noch mehr Menschen in meiner Familie mit dem Virus infiziert werden. Und dass diejenigen, die krank sind, trotzdem ein langes Leben führen können.«


Kontakt:
HelpAge Deutschland
Angelika Schürmann
Tel. 05 41 / 580 540 59 oder 0171/ 1900 663
Email: schuermann@helpage.de

Charmütze Gütersloh
Andrea Nordhorn
Tel. 05241 / 532775
Email: info@nordhorn-marketing.de



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Die Ausstellung wird unterstützt aus Mitteln des BMZ





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