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UN-Konferenz:
Gesundheitspolitik muss sich neu orientieren


Im Rahmen der Generalversammlung der UN findet vom 19.-20. September in New York ein hochrangiges Treffen zu den Gesundheitsgefahren durch nicht ansteckende Krankheiten und ihre Auswirkung auf die Entwicklung statt. Chronische Erkrankungen, zu einem großen Teil altersbedingt, sind eine große Herausforderung für die Entwicklungszusammenarbeit.


"Das Leben ist süß, aber nicht wenn du Diabetis hast."

Das internationale Netzwerk von HelpAge hat im Vorfeld intensive Lobbyarbeit geleistet, um die Konsequenzen der zunehmenden chronischen Erkrankungen für ältere Menschen in den Fokus des Treffens zu rücken. Denn obwohl das globale Altern von der Weltgesundheitsorganisation WHO als wichtigste Ursache für die Zunahme chronischer Erkrankungen in Entwicklungsländern genannt wird, spielten die alten Menschen in der Vorbereitung der Konferenz ursprünglich keine Rolle.

Der weltweite Alterungsprozess hat also erhebliche Auswirkungen auf die Herausforderungen für die Gesundheitspolitik in den Entwicklungsländern. Infektionskrankheiten wie Aids und Malaria oder Maßnahmen der Familienplanung absorbieren dort heute den größten Teil der Ausgaben im Gesundheitswesen. Doch nicht übertragbare Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs oder Demenz sind bei zwei von drei Todesfällen weltweit die Ursache. Neben nicht vorhandenen finanziellen Mitteln für die Behandlung chronischer Erkrankungen spielt auch die fehlende Ausbildung und Sensibilität des Gesundheitspersonals in den meisten Ländern eine wichtige Rolle bei der schlechten Versorgung alter Menschen. In den Gesundheitseinrichtungen werden sie regelmäßig allein aufgrund ihres Alters benachteiligt. Besonders ältere Frauen sind hiervon stark betroffen. Weil sie länger leben als die Männer, sind sie auch öfter krank oder behindert.




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