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Deine Stimme gegen Armut

Der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) hat zusammen mit seinen Mitgliedern eine E-Mail-Aktion an die Bundestagsabgeordneten gestartet. Ziel: Menschenwürdige Arbeit weltweit sichern.

Unter dem Motto Ich geb‘ alles! Menschenwürdige Arbeit – bei uns und weltweit fordert die VENRO-Aktion DEINE STIMME GEGEN ARMUT, die Abgeordneten des Bundestags dazu auf, sich dafür einsetzen, dass alle Menschen sozial abgesichert sind und von ihrer Arbeit leben können – bei uns und weltweit. HelpAge Deutschland unterstützt diese Aktion.



Gemeinsam wollen wir die Abgeordneten überzeugen, das Manifest für menschenwürdige Arbeit zu unterschreiben. Damit bekennen sie sich zu unseren Forderungen und erklären ihren Willen, diese politisch umzusetzen.

Jobs zu schaffen, gilt als ein wichtiges Instrument zur Armutsbekämpfung. Aber zu denken, dass Arbeit vor Armut schützt, ist ein Mythos. Im Jahr 2013 verdienten 839 Millionen Beschäftigte so wenig, dass sie und ihre Angehörigen mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen mussten. 375 Millionen Menschen verdienten sogar weniger als 1,25 Dollar pro Tag. Fast ein Drittel der Beschäftigten in Entwicklungsländern lebt damit in großer Armut.
Ausbeuterische Kinderarbeit, Arbeit im hohen Alter, Gesundheitsschäden, und ein fehlendes Recht auf gewerkschaftliche Organisierung gehören für viele Menschen zum Alltag. Aber auch in Deutschland schützt Arbeit nicht immer vor Armut. So wuchsen hier die Zahl der prekär Beschäftigten sowie der Niedriglöhnerinnen und Niedriglöhner. Wir wollen das nicht hinnehmen! Alle Menschen müssen einer menschenwürdigen Arbeit nachgehen können – bei uns und weltweit.

Schicken Sie jetzt den Bundestagsabgeordneten eine E-Mail und fordern Sie sie auf, das Manifest für menschenwürdige Arbeit zu unterschreiben.



Deine Stimme gegen Armut fordert:

1. Einen nationalen Aktionsplan zu Wirtschaft und Menschenrechten
Zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte muss ein nationaler Aktionsplan unter Einbezug der Zivilgesellschaft erarbeitet werden. Transparenz- und Rechenschaftspflichten müssen gesetzlich geregelt werden. Ziel ist es, von der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Produkt menschenrechtliche, soziale und ökologische Standards für die Produktions- und Arbeitsbedingungen umfassend zu verankern.

2. Soziale Sicherheit für alle
Nur wenn alle Menschen weltweit Zugang zu einer sozialen Grundsicherung und sozialen Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheit haben, kann Arbeit menschenwürdig sein; das gilt für die formelle wie für die informelle Beschäftigung.

3. Verankerung von Menschenrechten in Handelsabkommen
Menschenrechte und insbesondere die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen in allen EU-Handelsabkommen verankert, umgesetzt und eingehalten werden. Diese zielen auf weltweite soziale Mindeststandards wie das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit, die Beseitigung von Diskriminierung oder die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Verhandlungen.

4. Einkommen müssen existenzsichernd sein
Weltweit müssen Menschen über Einkommen verfügen, die ihre Existenz sichern. Nur mit einem flächendeckenden und ohne Ausnahmen geltenden Mindestlohn für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können Beschäftigte vor Lohndumping und Ausbeutung geschützt werden.

5. Gleichberechtigung am Arbeitsplatz
Die geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz muss beendet werden: gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit.

6. Soziale und ökologische Bedingungen
für die öffentliche Beschaffung

Die EU-Richtlinie für die Beachtung ökologischer und sozialer Kriterien bei Einkäufen öffentlicher Einrichtungen muss umfassend umgesetzt werden.

Mehr Informationen unter www.deine-stimme-gegen-armut.de


Menschenwürdige Arbeit: Für Ältere eine Überlebensfrage

Soziale Absicherung –
eine Überlebensfrage für ältere Menschen

Alte Menschen gehören zu den Ärmsten der Armen. Weltweit haben 100 Millionen alter Menschen weniger als einen US-Dollar am Tag zum Überleben. 80 Prozent leben ohne soziale Absicherung. Nur wenige alte Menschen in den Entwicklungsländern erhalten eine Rente. Gleichzeitig können sich alte Menschen immer weniger auf die traditionelle Solidarität der Familie verlassen. Arbeitsmigration reißt Familien auseinander. In Afrika verlieren viele alte Menschen mit dem Tod ihrer aidskranken Kinder ihre Lebensgrundlage. Erfahrungen in der Vergangenheit zeigen: Soziale Grundrenten tragen dazu bei, die Not alter Menschen und ihrer Familien in Entwicklungsländern zu lindern. HelpAge unterstützt deshalb Projekte, die die Grundversorgung alter Menschen sichern.
Mehr Informationen finden Sie hier.

Schuften bis zum Umfallen –
für alte Menschen eine Realität

Alte Frauen und Männer sind besonders betroffen von unsicheren Arbeitsverhältnissen. Durch Migration, Verstädterung und die Folgen von HIV/Aids zerfallen traditionelle Sicherungssysteme wie Familien oder Dorfgemeinschaften. Die Situation alter Menschen wird dadurch zunehmend kritischer.

Der Anteil von Menschen über 60 Jahre an der Weltbevölkerung wird sich bis 2050 von derzeit etwa 10 Prozent auf 20 Prozent verdoppeln. Vier von fünf alten Menschen werden dann in den Entwicklungsländern unter schwierigsten Bedingungen leben.

Diese Menschen müssen bis an ihr Lebensende unter oft unzumutbaren Bedingungen arbeiten. Ohne Aussicht auf eine Rente, ohne Krankenversicherung. Trotz schwerer Arbeit leben 100 Millionen alte Menschen in extremer Armut. Schon jetzt müssen in den am wenigsten entwickelten Weltregionen 70 Prozent der alten Männer und 40 Prozent der alten Frauen bis ins hohe Alter arbeiten. In vielen Ländern werden Frauen schlechter bezahlt als Männer und durch Hausarbeit zusätzlich belastet.


Anteil alter Menschen über 60 Jahre, die weiterhin arbeiten





Mehr Informationen zu unserer Fotoausstellung "Schuften bis zum Umfallen" finden Sie hier.

Material:

Manifest Menschenwürdige Arbeit

Broschüre Menschenwürdige Arbeit

Studie: Die Bedeutung von Renten im Kampf gegen Armut"

Begleitheft zur Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen"


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