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Deutsche UN-Mission für Einbeziehung
Älterer in neue Entwicklungsagenda


Die deutsche UN-Vertretung hat auf einer Veranstaltung in New York betont, dass die gegenwärtig diskutierte neue Entwicklungsagenda die Bedürfnisse und Potenziale alter Menschen angemessen berücksichtigen muss.

Im Jahr 2000 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Millennium-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals), die bis 2015 die internationale Entwicklungszusammenarbeit leiten. Gegenwärtig wird international intensiv über eine Folgeagenda verhandelt, die im Gegensatz zu den MDGs nun eine gemeinsame internationale Verantwortung für die Zielsetzung nachhaltiger Entwicklung anstreben soll.

Am 9. Juli führte HelpAge zusammen mit internationalen Jugend- und entwicklungspolitischen Organisationen in New York eine Diskussionsveranstaltung zu der Frage durch, wie eine neue nachhaltige Entwicklungsagenda für »alle Menschen jeden Alters« ausgestaltet sein müsste.

Der stellvertretende Ständige Vertreter der Bundesrepublik bei den UN, Heiko Thoms, begrüßte die Teilnehmer der Veranstaltung mit folgender Rede (Auszüge).

Die heutige Veranstaltung bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, über die besonderen Bedürfnisse verschiedener Generationen im Rahmen nachhaltiger Entwicklung nachzudenken. … Die Solidarität zwischen den Generationen auf allen Ebenen, in den Familien, Gemeinschaften und Nationen ist für eine nachhaltige Entwicklung fundamental wichtig. [...] Wir dürfen nicht vergessen, dass die Menschen in den meisten Regionen der Welt heute länger leben. Deshalb werden ältere Menschen in Zukunft einen größeren Anteil der Weltbevölkerung darstellen. [...] Dies bringt offensichtlich eine Herausforderung für Gesundheits- und Pflegesysteme weltweit mit sich. Solidarität zwischen den Generationen ist eine wichtige Voraussetzung für den sozialen Zusammenhalt und die Basis für öffentliche Sozialsysteme und informelle Pflegesysteme. Demografische, soziale und wirtschaftliche Veränderungen verlangen Anpassungen bei den Renten, der sozialen Sicherheit, der Gesundheit und den Pflegesystemen. All diese Notwendigkeiten müssen in der Post-2015 Agenda berücksichtigt werden. Auf der anderen Seite bietet die sich verändernde gesellschaftliche Zusammensetzung auch neue Möglichkeiten. Ältere Generationen bieten Weisheit, Erfahrung und wertvolle Einsichten, die wir nutzen sollten. Eine Gesellschaft für alle muss deshalb alten Menschen die Möglichkeit bieten, sich weiterhin einzubringen und etwas beizutragen. Mit anderen Worten benötigen alte Menschen uneingeschränkten Zugang zu und Beteiligung an Entwicklungsprozessen und müssen in den Genuss der Ergebnissen kommen. Ich bin überzeugt, dass die heutige Veranstaltung wertvolle Ideen dazu entwickeln wird, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Für mein Land ist es sehr wichtig, dass Menschen jeden Alters gleichwertig von den nachhaltigen Entwicklungszielen profitieren.

(unauthorisierte Übersetzung durch HelpAge Deutschland)



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