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Deine Stimme gegen Armut

Arbeit muss menschenwürdig sein
Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter– bei uns und weltweit. Menschen können sich nicht aus der Armutsfalle befreien, weil sie kein oder zu geringes Einkommen haben. Viele arbeiten unter ausbeuterischen und oft menschenrechtsverletzenden Bedingungen.

Die deutsche Politik ist gefordert, zu handeln. In den nächsten Monaten werben einige Tausend Kandidatinnen und Kandidaten um Ihre Aufmerksamkeit. Denn sie wollen bei der Bundestagswahl am 22. September von Ihnen gewählt werden. Holen Sie sich Ihr persönliches Wahlversprechen ab und schreiben Sie Ihrem/Ihrer Kandidaten/Kandidatin eine E-Mail.



Deine Stimme gegen Armut fordert zur Bundestagswahl 2013
Die zukünftigen Abgeordneten des Deutschen Bundestags müssen sich dafür einsetzen, dass alle Menschen sozial abgesichert sind und von ihrer Arbeit leben können – bei uns und weltweit.Deshalb muss der Deutsche Bundestag alles dafür tun, dass:

  1. Menschenrechte wie die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in internationalen Handelsabkommen verankert werden.
  2. Transparenz- und Rechenschaftspflichten für Unternehmen gesetzlich geregelt werden; zu menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Bedingungen in der gesamten Produktion – vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt.
  3. Menschenwürdige Arbeit und soziale Sicherung in der internationalen Zusammenarbeit eine größere Bedeutung bekommen. Der Zugang zu einer sozialen Basisversorgung für alle, egal ob in der formellen oder informellen Wirtschaft tätig, muss das Ziel sein.
  4. Ein gesetzlicher existenzsichernder Mindestlohn in Deutschland eingeführt wird.
  5. Gleichberechtigung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz, besonders gleicher Lohn für gleiche Arbeit, durchgesetzt wird.

Soziale Absicherung –
eine Überlebensfrage für ältere Menschen

Alte Menschen gehören zu den Ärmsten der Armen. Weltweit haben 100 Millionen alter Menschen weniger als einen US-Dollar am Tag zum Überleben. 80 Prozent leben ohne soziale Absicherung. Nur wenige alte Menschen in den Entwicklungsländern erhalten eine Rente. Gleichzeitig können sich alte Menschen immer weniger auf die traditionelle Solidarität der Familie verlassen. Arbeitsmigration reißt Familien auseinander. In Afrika verlieren viele alte Menschen mit dem Tod ihrer aidskranken Kinder ihre Lebensgrundlage. Erfahrungen in der Vergangenheit zeigen: Soziale Grundrenten tragen dazu bei, die Not alter Menschen und ihrer Familien in Entwicklungsländern zu lindern. HelpAge unterstützt deshalb Projekte, die die Grundversorgung alter Menschen sichern. Mehr Informationen finden Sie hier.

Schuften bis zum Umfallen –
für alte Menschen eine Realität

Alte Frauen und Männer sind besonders betroffen von unsicheren Arbeitsverhältnissen. Durch Migration, Verstädterung und die Folgen von HIV/Aids zerfallen traditionelle Sicherungssysteme wie Familien oder Dorfgemeinschaften. Die Situation alter Menschen wird dadurch zunehmend kritischer.

Der Anteil von Menschen über 60 Jahre an der Weltbevölkerung wird sich bis 2050 von derzeit etwa 10 Prozent auf 20 Prozent verdoppeln. Vier von fünf alten Menschen werden dann in den Entwicklungsländern unter schwierigsten Bedingungen leben.

Diese Menschen müssen bis an ihr Lebensende unter oft unzumutbaren Bedingungen arbeiten. Ohne Aussicht auf eine Rente, ohne Krankenversicherung. Trotz schwerer Arbeit leben 100 Millionen alte Menschen in extremer Armut. Schon jetzt müssen in den am wenigsten entwickelten Weltregionen 70 Prozent der alten Männer und 40 Prozent der alten Frauen bis ins hohe Alter arbeiten. In vielen Ländern werden Frauen schlechter bezahlt als Männer und durch Hausarbeit zusätzlich belastet.

Anteil alter Menschen über 60 Jahre, die weiterhin arbeiten

(HelpAge International, nach UNDESA, Population ageing wallchart, 2006)

Mehr Informationen zu unserer Fotoausstellung "Schuften bis zum Umfallen" finden Sie hier.



Material:

Studie: Die Bedeutung von Renten im Kampf gegen Armut"

Broschüre Menschenwürdige Arbeit

Handzettel: "Deine Stimme gegen Armut"

Begleitheft zur Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen"



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